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Friesenbude. Ostfrieslandkrimi
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht ein Anruf mitten in der Nacht aus, um dich schnurstracks in einen kleinen Ort mit großen Geheimnissen zu katapultieren – genau so beginnt „Friesenbude. Ostfrieslandkrimi“. Kommissarin Mona Sander wird zu Dinas unscheinbarer Milchbude gerufen, doch was sie dort erwartet, sprengt jede Vorstellung von einem typischen Tatort. Ein erstochener Ex-Mann, eine panische Freundin, die mehr verschweigt als sie sagt, und eine ungewöhnliche Tatwaffe – da geht’s ordentlich zur Sache.
Die Story ist so verpackt, dass man sich fast selbst in Borkum wähnt, mit dem rauen Wind im Gesicht und einer Prise salziger Luft in der Nase. Mona ist eine Ermittlerin, die nicht nur durch ihren Job, sondern vor allem durch ihre Persönlichkeit überzeugt. Sympathisch, zielstrebig und manchmal mit einem feinen Humor gewürzt, der die Spannung locker hebt. Auch ihr Kollege Enno Moll ergänzt das Duo perfekt, ohne jedoch zu viel Raum zu bekommen – so bleibt der Fokus schön auf der Dynamik zwischen Mona, Dina und den undurchsichtigen Figuren aus der Unterwelt.
Der Schreibstil von Sina Jorritsma ist erfrischend unkompliziert, spritzig und manchmal leicht lakonisch, was gerade bei einem Krimi für angenehme Leichtigkeit sorgt. Man fliegt förmlich durch die Seiten, und die Dialoge knistern vor Authentizität. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen noch mehr Tiefe bei den Nebenfiguren gewünscht, da sie gelegentlich etwas blass bleiben. Und ja, ein oder zwei überraschende Wendungen hätten der Handlung auch nochmal einen Extra-Kick gegeben.
Wer Lust hat auf einen gut durchdachten, bodenständigen Ostfrieslandkrimi mit einer schönen Portion Lokalkolorit und einem Hauch skurrilem Humor, der liegt mit „Friesenbude“ genau richtig. Kein Hochglanz-Thriller, sondern ein angenehm unaufgeregtes Lesevergnügen mit Biss.
Klare 4 von 5 Sternen – weil die Mischung aus Spannung, Charakteren und der besonderen Atmosphäre einfach stimmig ist. Perfekt für alle, die Krimi mit Herz und nordischem Flair mögen.
Klappentext
Mitten in der Nacht reißt ein panischer Anruf Kommissarin Mona Sander aus dem Schlaf. Ohne zu zögern, macht sie sich auf den Weg zu Dinas Budje. Aber was sie in der kleinen Borkumer Milchbude erwartet, lässt sie sprachlos zurück: Dinas Ex-Mann Olaf Pötter sitzt erstochen an einem Tisch. Und die Frau, die für Mona fast so etwas wie eine Freundin geworden ist, verlangt ihre Hilfe bei der heimlichen Beseitigung der Leiche! Gemeinsam mit ihrem Kollegen Enno Moll findet Mona heraus, dass Olaf Pötter sich viele Feinde gemacht hatte – auch in der Unterwelt. Ist die ungewöhnliche Tatwaffe, ein wertvoller Dolch aus Malaysia, die entscheidende Spur? Doch je näher die ostfriesischen Ermittler der Wahrheit kommen, desto stärker gerät ausgerechnet die unscheinbare Milchbude in den Blickpunkt. Und Dina scheint mehr zu wissen, als sie zugibt …
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