Wenn dir das hier gefiel …
Auf den Schwingen des Adlers
Key Facts
Kritik
Man taucht sofort ein in eine Geschichte, die von Mut, Verzweiflung und einem beherzten Kampf gegen alle Widerstände erzählt. „Auf den Schwingen des Adlers“ katapultiert uns in das politisch aufgeheizte Teheran 1978, wo zwei amerikanische Manager ohne Angabe von Gründen festgehalten werden – und ein Rettungsteam in höchster Geheimaktion alles daran setzt, sie freizubekommen. Kein schnöder Agentenklamauk, sondern ein spannungsgeladener Thriller, der auf wahren Begebenheiten basiert und genau das richtig gut rüberbringt: das Gefühl, wenn Zeit und Hoffnung gegen einen zu arbeiten scheinen.
Die Hauptfiguren sind dabei keine eindimensionalen Helden, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, was sie greifbar macht. Der Konzernchef, der maßgeblich die riskante Rettungsaktion anstößt, wirkt glaubwürdig in seinem kompromisslosen Handeln. Die Autoren – Ken Follett, Christel Rost und Gabriele Conrad – schaffen es, durch ihren flüssigen, fast filmischen Schreibstil die Spannung konstant hochzuhalten. Man spürt die Nerven, die Angst und auch den Mut – das ist definitiv das Herzstück des Buchs.
Allerdings muss man sagen, das Tempo nimmt an manchen Stellen etwas Luft raus. Gerade im Mittelteil zieht sich die Handlung gefühlt unnötig in die Länge, was bei der gebotenen Spannung etwas schade ist. Und wer auf perfekte digitale Umsetzung wert legt, könnte mit der Übersetzung und Darstellung im eBook-Format so seine Schwierigkeiten bekommen. Wortrennungen mitten im Text und eigenwillige Übersetzungen sind in Zeiten von Lektorat und eBook-Standards einfach ein No-Go und trüben den Lesefluss leider.
Trotzdem: Wer Lust auf einen Thriller hat, der mehr braucht als Knall und Krach, sondern auf historischen Tatsachen basiert und packend erzählt wird, der ist mit „Auf den Schwingen des Adlers“ ziemlich gut bedient. Kein Must-Read, aber definitiv lesenswert für alle, die gerne in eine echte Geschichte eintauchen und dabei Dramatik statt Plattitüden mögen.
3 von 5 Sternen – ein solider Thriller mit Atmosphäre, der an manchen Stellen Luft nach oben lässt, aber insgesamt durchaus überzeugt.
Klappentext
Teheran, 1978: Streiks und antiamerikanische Ausschreitungen künden den bevorstehenden Zusammenbruch des Schah-Regimes an. Ohne Angabe von Gründen werden zwei Spitzenmanager eines texanischen Computerkonzerns verhaftet. Alle Bemühungen, sie auf diplomatischem Wege wieder freizubekommen, scheitern. Kurzerhand entschließt sich der Konzernchef zu einem ungewöhnlichen Schritt: Er heuert auf eigene Faust ein Rettungskommando an. Auftrag der "Adler": die beiden Gefangenen befreien. Um jeden Preis ...
FAQ
Apple‑Rezensionen (Seed)
Deine Regale
Wenn dir das hier gefiel …