ZERO - Sie wissen, was du tust
Key Facts
Kritik
Man blättert in „ZERO - Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg und merkt schnell: Hier geht’s ans Eingemachte – an unsere Daten, unsere Privatsphäre, unser digitales Leben. Der Roman packt dich direkt am Puls der Zeit und stellt die Frage, die wir uns alle heimlich schon mal gestellt haben: Wie viel von uns steckt eigentlich im Netz – und wer kontrolliert das?
Die Geschichte startet mit einem dramatischen Vorfall: Ein Junge stirbt bei einer Verfolgungsjagd in London. Für die Journalistin Cynthia Bonsant ist das der Anstoß, die ominöse Plattform Freemee genauer unter die Lupe zu nehmen. Freemee verspricht ihren Nutzer:innen ein „besseres Leben“ durch Datenanalyse – klingt verlockend, oder? Doch der Widerstand ist groß, personifiziert im mysteriösen Aktivisten ZERO, der vor der Macht warnt, die solche Datenkonzerne in den Händen weniger bündeln. Was folgt, ist eine spannende Jagd durch eine Welt, in der man sich nirgendwo mehr verstecken kann – weil Kameras, Smartphones und Datenbrillen jeden Schritt überwachen.
Cynthia ist eine sympathische, glaubwürdige Protagonistin, die sehr menschlich rüberkommt. Man fühlt mit ihr, man bangt und zweifelt, und gerade das macht den Thriller so nahbar. Elsbergs Schreibstil ist knackig, lebendig und doch gut recherchiert – man merkt, wie viel Know-how hinter dem Buch steckt, ohne dass man sich in Details verliert. Besonders gefallen hat mir, wie er den komplexen Themenblock Datenschutz und Überwachung auf eine Art erzählt, die fesselt, ohne zu belehren. Der Spannungsbogen ist größtenteils richtig gut, zum Schluss hätte ich mir jedoch ein etwas runderen Abschluss gewünscht – bei manchen Leser:innen wirkt das Ende etwas abrupt und offen.
Ein kleines Manko: Der erste Teil zieht sich in die Länge und kommt manchmal etwas gemächlich voran – das hätte ruhig ein wenig flotter sein können, vor allem wenn man Elsbergs anderen Thrillern wie „Blackout“ kennt. Doch gerade wer die aktuelle Debatte um Datenmissbrauch und digitale Selbstbestimmung spannend findet, wird hier bestens bedient.
Kurzum: „ZERO“ ist nicht nur Thriller, sondern ein Weckruf und spannendes Gesellschaftsexperiment in einem. Für alle, die gerne mitfiebern, denken und sich mal vor Augen führen wollen, wie nah die Überwachungsrealität ist – ein absolut lohnendes Buch.
4 von 5 Sternen – weil’s packt, spannend bleibt und trotz kleiner Schwächen das Thema clever und relevant verpackt. Wer sich für digitale Themen begeistert und gerne Thriller liest, wird hier richtig gut unterhalten.
Klappentext
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
"Marc Elsbergs ZERO ist kein Science-Fiction, sondern ein Real-Science-Thriller." www.n-tv.de
"Es ist das Buch zur aktuellen Debatte um Google und das Recht auf Vergessen […] Albtraumhaft, aber, wie Elsberg meint, längst Realität." FOCUS
Lesen Sie auch den aktuellen Thriller von Marc Elsberg: EDEN - Wenn das Sterben beginnt
Außerdem erhältlich:
BLACKOUT. Morgen ist es zu spät. Auch als Premiumausgabe – mit einer exklusiven Kurzgeschichte von Marc Elsberg und weiteren Extras!
ZERO. Sie wissen, was du tust.
HELIX: Sie werden uns ersetzen.
Der Fall des Präsidenten
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EDEN - Wenn das Sterben beginnt