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Autor:
Erschienen:
2026-02-17
Preis:
24,99 € (EUR)
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Eine Hymne an das Leben

Key Facts

Erschienen
2026-02-17
Preis
24,99 € (EUR)
Genres
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Kritik

Schon beim ersten Kapitel spürt man: Das hier ist kein nüchterner Bericht, sondern ein Herzschlag, der laut sagt, dass Schweigen kein Schutz ist — und das trifft einen direkt in die Magengrube und macht zugleich Mut.

Gisèle Pelicot erzählt in Eine Hymne an das Leben von ihrem Weg aus dem Verrat, vom Prozess, in dem sie auf Anonymität verzichtete, und davon, wie aus persönlichem Schmerz eine öffentliche Debatte wurde. Kurz gesagt: Es geht um Aufwachen, um Gerechtigkeit, um die Frage, wie man nach dem Schlimmsten wieder leben und lieben kann. Die Biografie ist ausdrücklich kein Gerichtsdokument; sie ist ein persönliches Zeugnis, liebevoll und manchmal schonungslos offen.

Die Hauptfigur ist natürlich Pelicot selbst — als Person, die gleichzeitig verwundbar und unerschütterlich wirkt. Daneben treten die Konturen der Menschen in ihrem Umfeld hervor: Anwält:innen, Freund:innen, Gegner. Die Figurenzeichnung konzentriert sich weniger auf psychologische Tiefenanalysen und mehr auf Momentaufnahmen, die viel mit Nachhall bleiben. Das macht die Erzählung nahbar: Man fühlt mit, ohne dass die Autorin einem die Interpretation aufzwingt.

Der Stil ist direkt, oft schlicht, aber eindringlich. Pelicot schreibt so, dass man beim Lesen atmet — kurze Sätze, klare Bilder, gelegentlich ein kleiner, fast beiläufiger Humor, der das Schwere nicht verharmlost, sondern erträglich macht. Besonders gefallen hat mir die Balance zwischen persönlicher Intimität und der Einordnung in größere gesellschaftliche Zusammenhänge: Hier geht es nicht nur um ein Leben, sondern um das, was es mit uns allen macht, wenn jemand den Mut hat, öffentlich zu sprechen.

Kleine Anmerkungen in eigener Sache: gelegentlich wiederholen sich Gedanken, vor allem wenn die Autorin die moralische Dimension eines Themas betont — das kann etwas zäh werden. Wer eine akribische, juristische Aufarbeitung erwartet, wird enttäuscht sein; wer aber ein emotionales, inspirierendes Zeugnis sucht, ist hier richtig. Manche Formulierungen sind bewusst pathetisch — passend für eine Hymne, aber nicht jedermanns Geschmack.

Kurz: Dieses Buch richtet sich an Leser:innen, die an die Möglichkeit von Neuanfängen glauben und die sehen wollen, wie persönlicher Mut gesellschaftliche Wirkung entfalten kann. Es ist warmherzig, kraftvoll und manchmal unangenehm ehrlich — eben menschlich.

Fazit: Eine aufrüttelnde, sehr persönliche Biografie, die Mut macht und nachdenklich stimmt. Wer sich von Geschichten über Überwindung, Gerechtigkeit und Hoffnung angesprochen fühlt, sollte dieses Buch lesen.

Bewertung: ★★★★☆ (4/5)

Klappentext

Die Frau, die die ganze Welt inspiriert

»Die Scham muss die Seite wechseln«

Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität – und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft.

Die Frau, die die ganze Welt inspiriert

Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert.
Gisèle Pelicot wurde vom TIME Magazine zur bedeutendsten Frau des Jahres 2024 gewählt.Die Biografie ist kein Gerichtsdokument, sondern ein persönliches Zeugnis über Verrat und Vertrauen und die Kraft, trotzdem weiterzuleben.Für alle, die an Gerechtigkeit glauben – und an die Möglichkeit, nach dem Schlimmsten neu anzufangen.

FAQ

Die Frau, die die ganze Welt inspiriert»Die Scham muss die Seite wechseln«Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität – und wurde zur Stimme von Millionen.…

Besonders gefallen hat mir die Balance zwischen persönlicher Intimität und der Einordnung in größere gesellschaftliche Zusammenhänge: Hier geht es nicht nur um ein Leben, sondern um das, was es mit uns allen macht, wenn jemand den Mut hat, öffentlich zu sprechen.

Eine aufrüttelnde, sehr persönliche Biografie, die Mut macht und nachdenklich stimmt. Wer sich von Geschichten über Überwindung, Gerechtigkeit und Hoffnung angesprochen fühlt, sollte dieses Buch lesen.

Ein paar passende Treffer aus unseren Empfehlungen: Make Something Wonderful, Berlin unzensiert, Berliner Kindheit um 1900, Alt genug.

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