Wenn dir das hier gefiel …
Mydworth - Mord ist eine Kunst
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Mydworth – Mord ist eine Kunst“ aufgeschlagen, fühlt man sich sofort ins schillernde England der 1920er Jahre versetzt – zwischen Malerpinsel und mysteriösen Schatten. Die Geschichte dreht sich um Chilton House, diesen skurrilen Rückzugsort für Londons exzentrische Künstler, die den Sommer mit künstlerischer Leidenschaft und rauschenden Festen verbringen. Doch die Idylle zerbricht, als nach einer Wohltätigkeitsauktion einer der Maler leblos im Fluss entdeckt wird. Klingt zunächst nach einem Unfall, doch Kat und Harry, das charmante Ermittlerpaar, wittert schnell ein viel raffinierteres Spiel. Wer hier was verbirgt, bleibt lange im Dunkeln, und das Netz aus Intrigen ist ebenso kunstvoll wie der Titel verspricht.
Besonders die Figuren machen das Buch für mich lesenswert: Sir Harry Mortimer, ein ehemaliger Spion mit cleverem Verstand, und seine ebenso scharfsinnige, toughe Ehefrau Kat bilden ein Duo, das nicht nur wegen der spannenden Fälle, sondern auch durch ihre spritzigen Dialoge richtig Freude beim Lesen macht. Der Erzählstil ist leicht und zupackend, trotzdem verliert die Geschichte nicht an Tiefe. Man spürt die Atmosphäre der glamourösen 20er – schnelle Autos, elegante Kleider und ein Hauch von Gefahr, der immer im Raum schwebt.
Was ich klasse fand, ist die Mischung aus Kunst, Krimi und Zeitgeschichte, die ganz nebenbei auch ohne Vorwissen gut funktioniert. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen ein kleines bisschen weniger Klischee und etwas mehr Tempo gewünscht, denn manchmal zogen sich die Ermittlungen ein bisschen zu sehr in die Länge – da habe ich mich dabei ertappt, wie ich auf die nächste Überraschung hoffte. Aber hey, dafür holen die überraschenden Wendungen einiges wieder raus!
Wer also Lust hat auf einen atmosphärischen Krimi mit viel Stil, einem unkonventionellen Ermittlerduo und einem Setting, das sich wunderbar vom typischen Detektiv-Einerlei abhebt, ist mit „Mydworth – Mord ist eine Kunst“ genau richtig beraten. Für Fans von historischen Krimis à la „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ oder „Babylon Berlin“ ein Vergnügen.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen – charmant, spannend und mit einem guten Schuss englischem Understatement. Da lohnt das Eintauchen!
Klappentext
Über diese Serie: Ein glamouröses Ermittlerduo, ungewöhnliche Verbrechen, schnelle Autos, schicke Kleider und rauchende Revolver - das ist Mydworth, die neue Serie von Matthew Costello und Neil Richards, den Autoren der britischen Erfolgsserie Cherringham. Sir Harry Mortimer, der ehemalige Spion im Dienste Seiner Majestät, ermittelt zusammen mit seiner umwerfenden Ehefrau Kat, die es mit jedem Bösewicht aufnehmen kann! Mydworth ist eine spannende Zeitreise ins England der 20er Jahre - für Fans von Babylon Berlin, Downton Abbey und Miss Fishers mysteriösen Mordfällen.
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