Wenn dir das hier gefiel …
Rache in den Catskills Ein historischer Cosy Crime
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich fast selbst in den satten Wäldern der Catskills, wo ein vermeintlich ruhiger Sommer auf Molly Murphy Sullivan wartet – nur um dann gemeinsam mit ihr einzutauchen in ein Netz aus Geheimnissen und dunklen Machenschaften. Die Geschichte spielt 1908, New York kämpft mit einer Typhus-Epidemie, während Molly, die stets neugierige Heldin, mit ihren Kindern der Stadt entflieht und in einer Künstlerkolonie prompt in einen Mordfall stolpert. Das Versprechen von Erholung wird hier zum Katz-und-Maus-Spiel, das einen so schnell nicht mehr loslässt.
Molly ist so eine Figur, die man einfach ins Herz schließt. Unerschrocken, charmant und mit einem aufgeweckten Verstand, der jede noch so verschlüsselte Spur entdeckt. Ihre Beziehungen zu Freunden wie Sid und Gus fügen eine warme Note hinzu, die das Geschehen menschlich und lebendig macht. Rhys Bowen und ihre Co-Autoren schaffen es, die Atmosphäre der Jahrhundertwende perfekt einzufangen und mit einem federleichten, doch präzisen Schreibstil zu verbinden. Man liest mit einem halben Grinsen und einem wachsamen Auge für die kleinen Details, die auf die Lösung des Falls hinweisen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dieser gelungene Mix aus historischem Flair, einer Prise Humor und einem gut ausgetüftelten Krimi, der ohne unnötigen Härtegrad auskommt – also genau der richtige Cosy Crime, der entspannt unterhaltet und trotzdem fordernd bleibt. Ein kleiner Wermutstropfen: Manchmal wünscht man sich, dass die Nebencharaktere noch etwas mehr Tiefe bekommen hätten, damit die Künstlerkolonie nicht nur Kulisse bleibt, sondern auch mehr Persönlichkeit zeigt. Aber das schmälert den Lesegenuss kaum.
Kurzum: Wer Lust hat auf eine sympathische Ermittlerin, eine schön beschriebene Zeitreise an einen mysteriösen Ort und einen Krimi, der mit Leichtigkeit unterhält, ist mit „Rache in den Catskills“ goldrichtig. Ideal für gemütliche Nachmittage, an denen der Nervenkitzel nicht fehlen darf – aber bitte ohne Hektik und Blutbad.
4 von 5 Sternen – ein schöner historischer Cosy Crime, der Spaß macht und Lust auf mehr.
Klappentext
Band 20 der historischen Krimi-Reihe von NYT-Bestseller-Autorin Rhys Bowen und ihrer Tochter
New York, Sommer 1908: Die Stadt wird von einer Typhus-Epidemie heimgesucht und Molly Murphy Sullivan macht sich mit den Kindern auf den Weg nach Norden, um den Sommer bei ihrer Schwiegermutter in Westchester County zu verbringen. Molly redet sich ein, dass es nicht so schlimm sein wird, schließlich ist die Landschaft schön, und sie ist entschlossen, das Beste daraus zu machen. Auch wenn sie ihren Mann Daniel zurücklassen muss. Und zumindest ist sie nicht die Einzige, die nach Norden fährt. Ihre guten Freunde Sid und Gus sind ebenfalls auf dem Weg in die Catskills.
Obwohl ihre Schwiegermutter eine überraschend gute Gastgeberin ist, langweilt sich Molly schnell. Als Sid und Gus sie zu sich einladen, ergreift Molly die Chance, bei ihnen in einer Künstlerkolonie zu wohnen. Doch dort ist längst nicht alles so idyllisch, wie es zunächst scheint, und als die erste Leiche auftaucht, ist klar, dass Molly sogar im Urlaub keiner Mordermittlungen widerstehen kann …
Erste Leser:innenstimmen
„Jedem, der Spannung, Komik und eine Prise Romance liebt, seien die Molly Murphy Krimis wärmstens empfohlen.“
„Ich genieße diese Reihe auch nach 20 Bänden noch! Molly ist eine sympathische Protagonistin und die Krimi-Plots sind unterhaltsam.“
„Historische Details und Fiktion verschmelzen zu einem weiteren spannenden Cosy Krimi um Molly und ihre Familie.“
„Ein weiterer hervorragender Whodunit Krimi mit vielschichtigen Charakteren, einer wunderschönen Kulisse und vielen falschen Fährten.“