Wenn dir das hier gefiel …
Yoga Town
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich die erste Seite von „Yoga Town“ aufgeschlagen, fühlte ich mich sofort mitten in einer Zeitreise gefangen – von der bunten Hippie-Bewegung der 60er bis in die Gegenwart. Daniel Speck versteht es meisterhaft, eine Familiengeschichte zu erzählen, die zugleich ein Stück Zeitgeschichte und eine spirituelle Suche ist. Dabei ist das Buch alles andere als staubtrocken: Es pulsiert vor Leben, Musik und Emotion.
Im Kern geht es um Lucy, eine Berliner Yogalehrerin, deren Mutter spurlos verschwunden ist, und ihren Vater Lou, einen Mann, der in der Vergangenheit gefangen scheint. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück zum Ursprung – ins Indien der 60er Jahre, wo zwei Brüder und zwei Frauen auf dem legendären Hippie-Trail ihre großen Träume lebten, die Beatles trafen und ihre Leben für immer veränderten. Die Figuren sind so lebendig gezeichnet, dass man sie förmlich vor sich sieht: Lou mit seinen Fehlern und Geheimnissen, Lucy, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit navigiert, und die damaligen Träumer, deren Leben nicht ohne Schatten bleiben. Specks Erzählstil ist dabei eine wahre Freude – locker, lebendig und mit einem feinen Gespür für Stimmungen, die nie kitschig wirken.
Besonders beeindruckt hat mich, wie tief die Spiritualität und die Suche nach Sinn eingewoben sind, ohne belehrend zu sein. Ein bisschen hätte ich mir gewünscht, dass manche Passagen im Heute etwas mehr Tempo bekommen hätten, denn gerade das Indische Abenteuer fesselt so sehr, dass die Gegenwart streckenweise ruhig ein bisschen präsenter sein könnte.
Wer Lust auf einen Roman hat, der Herz und Kopf gleichermaßen anspricht, der gerne über Familiengeheimnisse und große Lebensträume liest und sich von Musik, Zeitgeist und einer ordentlichen Portion Gefühl mitreißen lassen will, der ist bei „Yoga Town“ goldrichtig. Für alle anderen vielleicht keine Entdeckung, aber für Neugierige und Liebhaber großer Geschichten absolut empfehlenswert.
Kurz gesagt: Ein mitreißendes Leseerlebnis mit Tiefgang, das mich voll überzeugt hat. Fünf von fünf Sternen – klare Kaufempfehlung!
Klappentext
»Ein rauschender Trip von den Sechzigern bis in die Gegenwart!« Jan Weiler
2019. Eine Berliner Yogalehrerin, die noch nie in Indien war. Ihr liebevoller Vater, der in der Vergangenheit hängt. Und ihre Mutter, die spurlos verschwindet.
Lucy und ihr Vater Lou gehen auf die Suche, zurück an den Ort, wo alles begann:
1968. Zwei Brüder und zwei Frauen fahren auf dem Hippie-Trail nach Indien. In Rishikesh am Fuß des Himalayas treffen sie ihre Idole, die Beatles. Und den Pop-Guru Maharishi. Sie haben die beste Zeit ihres Lebens. Aber nur zwei von ihnen kehren zurück. Lou hat etwas Unverzeihliches getan. Und Corinna ist schwanger. Als ihre Tochter geboren wird, schwören sie, ihr Geheimnis niemandem zu verraten.
Eine große Liebes- und Familiengeschichte, die zugleich eine spirituelle Reise ist und bis nach Indien führt - von Bestseller-Autor Daniel Speck. Ein Generationenroman über Musik, große Träume und die Suche nach dem verlorenen Zauber.
»Ein begnadeter Erzähler und aufmerksamer Zuhörer, ein Sammler von Geschichten, die er in neue Geschichten kleidet.« Mannheimer Morgen
»Ein rauschender Trip von den Sechzigern bis in die Gegenwart! Nach der Lektüre dieses Buches weiß ich endlich, warum das Weiße Album meine Lieblingsplatte von den Beatles ist.« Jan Weiler