Wenn dir das hier gefiel …
Spiegelland
Key Facts
Kritik
Buchprofil: Spiegelland von Rebekka Frank
Hook
Ein unendlich weiter Sommer, ein Moor voller Geheimnisse – und zwei verlorene Seelen, die sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart verlieren. Rebekka Frank lädt ein, sich vom Sog der Wahrheit in einem atmosphärischen Familiengeflecht ziehen zu lassen.
Kurzfazit
„Spiegelland“ verspricht ein vielschichtig erzähltes Drama über Schuld, Flucht und weiblichen Neubeginn in einer bedrückend schönen Naturkulisse. Die Verbindung zweier Generationen im Spiegel alter Geheimnisse könnte berühren und fesseln – zugleich wirkt die Geschichte stellenweise etwas vertraut und wartet noch auf den letzten Funken Originalität.
Was funktioniert
- Atmosphärische Beschreibung des Moors als fast lebendig wirkende Kulisse
- Charakterzeichnung: Zwei Frauen-Generationen mit starken, widersprüchlichen Emotionen
- Spannungsaufbau rund um das Geheimnis, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet
- Gefühlvolle Ansätze zu Themen wie Angst, Mut und Befreiung aus der eigenen Geschichte
- Poetischer Tonfall, der die Natur und Stimmungen eindrücklich einfängt
Was schwächelt
- Die Grundkonstellation wirkt – zumindest aus dem Klappentext – wenig überraschend und dramaturgisch etwas vorhersehbar
- Fehlende Perspektive auf erzählerische Besonderheiten; was macht Frank anders als die vielen ähnlichen Familiengeheimnis-Romane?
- Die „große Entdeckung“ im Moor klingt etwas zu klischeehaft, um echte Spannung zu versprechen
- Noch keine Leserstimmen, was auf eine schwer einschätzbare Wirkung im Praxis-Lesealltag hindeutet
Für wen ist es?
Für Leserinnen und Leser, die sich von stimmungsvollen Familiengeschichten mit psychologischem Tiefgang und kräftiger Natur-Verankerung angezogen fühlen. Für Freundinnen und Freunde literarischer Romane, die das Drama zwischen schwelender Vergangenheit und der Suche nach Wahrheit im Hier und Jetzt bevorzugen.
Vergleichstitel
- „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens (für die Naturidylle und das Geheimnis)
- „Das Licht zwischen den Meeren“ von M.L. Stedman (für die emotionale Familiendramatik)
- „Schweig“ von Charlotte Link (für die Suche nach Wahrheiten in der Familiengeschichte)
Sternebewertung
3 von 5 Sternen – „Spiegelland“ bietet einen soliden Erzählteppich aus Naturpoesie und Generationengeheimnissen, bleibt aber in der Vorgabe des Klappentextes noch zu sehr in vertrauten Mustern gefangen, um über die Mittelklasse herauszuwachsen.
Klappentext
Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt ...
Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.
Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:
Das Echo der Gezeiten
Stromlinien
Spiegelland