Wenn dir das hier gefiel …
Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
Key Facts
Kritik
Wer sich für das Rätsel hinter Stonehenge interessiert und dabei gerne in einer Mischung aus Historie, Mythos und menschlichen Schicksalen liest, der könnte mit Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit auf einen Roman stoßen, der zumindest neugierig macht – und das ist ehrlich gesagt auch das größte Plus dieses Buches.
Ken Follett nimmt uns mit in die karge, von Dürre und Geheimnissen geprägte Steinzeit, wo die Geschichte um Seft, einen talentierten Feuersteinhauer, und Joia, die visionäre Priesterin, ihren Lauf nimmt. Die beiden formen zusammen eine Veränderung, die den großen Steinkreis zum Leben erwecken soll – ein Monument, das weit über ihre Zeit hinaus strahlen wird. Klingt spannend, oder? Und es steckt tatsächlich auch eine gute Prise Drama und Mystik drin, die diesen uralten Mythos einmal anders erzählt.
Der Schreibstil ist typisch Follett: klar und gut lesbar, ohne viel Schnickschnack. Es plätschert nicht einfach so vor sich hin, aber von der mitreißenden Spannung, die man von seinen anderen Werken kennt, ist dieser Roman leider noch ein Stück entfernt. Die Charaktere bleiben eher eindimensional, und gelegentlich wirkt die Handlung arg vorhersehbar – fast so, als hätte man das Märchen schon mal in einer anderen Version gelesen. Besonders die archaischen Konflikte zwischen den Gemeinschaften und die politische Stimmung fühlen sich eher bemüht denn frisch an.
Was mich auch ein bisschen irritiert hat: Die englischen Ortsnamen wie Riverbend oder Farmplace wirken fehl am Platz in einer ansonsten deutschsprachigen Ausgabe. Da hätte ich mir ruhig die passenden deutschen Bezeichnungen gewünscht, das würde mehr in die Atmosphäre passen und den Lesefluss angenehmer machen.
Kurzum: Wer auf eine detailverliebte, explorative Reise in die Steinzeit hofft, gepaart mit einem großen historischen Geheimnis, der findet hier durchaus schöne Momente und eine interessante Prämisse. Aber für Fans von Folletts sonst eher komplexen und tiefgründigen Charakterzeichnungen und epischen Handlungssträngen könnte dieses Buch etwas zu einfach gestrickt sein.
Fazit: Ein solider Roman, der mit dem Thema punktet, sich aber weder bei Figuren noch Spannung besonders aus dem Durchschnitt abhebt. Für ein kurzweiliges Abenteuer okay, aber wer Ken Folletts große Bühnen erwartet, wird hier eher enttäuscht sein.
Bewertung: ★★☆☆☆ (2,5/5)
Klappentext
Ein Mann mit außergewöhnlicher Gabe
In der Hitze des Hochsommers überquert Seft, ein begnadeter Feuersteinhauer, die Große Ebene, um den Ritualen beizuwohnen, die den Beginn des neuen Jahres anzeigen. Beim Markt zur Sommersonnenwende will er einige seiner Steine eintauschen und Neen suchen, das Mädchen, das er liebt. Neens Familie lebt in Wohlstand und bietet Seft in ihrer Gemeinschaft von Hirten Zuflucht vor seinem brutalen Vater und seinen aggressiven Brüdern.
Eine Priesterin, die an das Unmögliche glaubt
Joia, Neens Schwester, ist eine Priesterin mit Vision, eine geborene Anführerin. Schon als Kind sieht sie der Zeremonie zur Sommersonnenwende wie gebannt zu. Sie träumt von einem wundergleichen neuen Monument, errichtet aus den größten Steinen der Welt.
Ein Monument, das eine Zivilisation prägen wird
Joias Vision von einem großen Steinkreis inspiriert Seft und wird zu ihrem gemeinsamen Lebenswerk. Doch als Dürre die Erde plagt, wächst das Misstrauen zwischen Hirten, Ackerbauern und Waldbewohnern - und eine grausame Gewalttat führt zu offenem Krieg ...
Der neue große Roman des internationalen Bestsellerautors
»Ich habe bereits über Momente großer menschlicher Leistungen geschrieben und mich schon immer für Geschichten über normale Menschen interessiert, die scheinbar Unmögliches vollbringen. Und was könnte außergewöhnlicher sein als der Bau dieses gewaltigen Monuments?« KEN FOLLETT
»Follett ist ein meisterhafter Geschichtenerzähler« THE TIMES
»Einer der großen Bestsellerautoren« DAILY TELEGRAPH
»Follett ist ein Meister seines Fachs« THE WASHINGTON POST