Commissario Leone und die Toten von Rom
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten hat mich „Commissario Leone und die Toten von Rom“ direkt in seinen Bann gezogen – Rom zeigt sich hier von seiner düsteren, fast schon geheimnisvollen Seite, und mittendrin steht Enzo Leone, der Ermittler mit Ecken und Kanten. Die Handlung setzt genau da an, wo sich die ewige Stadt auf das Osterfest vorbereitet: Ein brutaler Mord auf einem alten Friedhof hinter der Cestius-Pyramide sorgt für ordentlich Wirbel. Während Leone herausfinden muss, wie der Minister in dieses dunkle Netz aus Geheimnissen und Machtspielchen passt, stolpert er auch noch über die eigenwillige Katzenlady, die dem Ganzen eine ganz besondere Farbe gibt.
Die Figuren sind herrlich lebendig und glaubwürdig – Leone ist kein Held ohne Fehl und Tadel, sondern ein Mensch mit einem klaren Blick für die Schattenseiten Roms. Patrizia Zanninis Schreibstil ist angenehm leicht und trotzdem atmosphärisch dicht; ich hatte beim Lesen das Gefühl, selbst durch die Gassen zu schlendern und den Duft von mediterranem Leben und Verbrechen einzusaugen. Besonders gut gefallen haben mir die feinen Details, die Rom nicht nur zur Kulisse, sondern zum echten Charakter werden lassen. Man spürt die Geschichte der Stadt in jedem Satz.
Kritisch anmerken würde ich, dass die Komplexität des Falles stellenweise ein bisschen zu verwoben wirkt, was den Lesefluss etwas hemmen kann. Außerdem hätte ich mir an manchen Stellen das Ende noch ein wenig knackiger gewünscht, aber das sind definitiv Kleinigkeiten, die den Lesegenuss kaum trüben.
Wer Lust auf einen spannenden Krimi mit einer Portion italienischem Flair, einem sympathischen Ermittler und reichlich Atmosphäre hat, macht mit diesem Roman nichts falsch. Perfekt für alle, die Andrea Bonetto oder Donna Leon mögen und sich von einer römischen Mordgeschichte einfangen lassen wollen.
4 von 5 Sternen – eine klare Leseempfehlung für Freunde von authentischen Ermittlergeschichten mit Lokalkolorit.
Klappentext
»Er spürte es mit jeder Faser seines Körpers: Diesen Ort würde er nicht mehr lebend verlassen.«
Ganz Rom bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum Osterfest vor, und auch Commissario Enzo Leone will ein paar friedliche Tage verbringen. Doch dann wird er zu einem außergewöhnlichen Tatort gerufen: Auf dem alten Friedhof hinter der Cestius-Pyramide wurde ein Minister brutal ermordet. Kurze Zeit später findet man die Leiche eines Kleinkriminellen. Zwei Morde ohne jeden Zusammenhang – so scheint es. Bei seinen Ermittlungen stößt Leone auf ein geplantes Bauprojekt, bei dem es um Millionen geht. Schnell wird klar, dass der beliebte Minister mehr zu verbergen hatte, als es auf den ersten Blick scheint. Und was hat die alte Dame, die auf dem Friedhof die streunenden Katzen versorgt, mit all dem zu tun?
Ein toter Minister. Eine toughe Katzenlady. Und ein gnadenloser Mörder.
Die Rom-Krimis Italia mortale sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Commissario Leone und die Tränen der Madonna
Commissario Leone und die römische Unterwelt
Commissario Leone und die Toten von Rom
Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.