Wenn dir das hier gefiel …
Klima
Key Facts
Kritik
Kaum hat man „Klima“ von David Klass aufgeschlagen, spürt man sofort das Knistern dieser brenzligen Atmosphäre, die einem nicht mehr loslässt. Die Jagd nach dem geheimnisvollen „Green Man“ ist nichts für schwache Nerven – und gerade das macht den Reiz aus. Du bist mitten drin in einem Wettlauf gegen die Zeit, während sich die Umweltzerstörung immer weiter zuspitzt und der Terrorist mit ökologischer Mission für Chaos sorgt.
Die Story ist schnell erzählt, aber je tiefer man eintaucht, desto komplexer wird das Ganze: Ein unauffälliger Datenanalyst beim FBI, Tom Smith, ist der Einzige, der scheinbar hinter die Fassade des „Green Man“ blicken kann. Spannung pur, denn hier geht es nicht nur um Schwarz und Weiß, sondern um die großen Grautöne im Kampf um unseren Planeten. Die Charaktere? Frisch und authentisch – Tom wirkt weder übermäßig heldenhaft noch abgehoben, was die ganze Geschichte sehr nahbar macht. David Klass schreibt in einem Stil, der angenehm schnörkellos und dennoch mitreißend ist. Kein langweiliger Thriller-Einheitsbrei, sondern ein lockeres, intelligent erzähltes Buch, das auch komplexe Themen verständlich vermittelt.
Was mir besonders gefallen hat, ist die clevere Verknüpfung von Umweltkrise und Thriller-Genre. Hier steckt mehr drin als nur Action und Jagd: Es zum Nachdenken anzuregen, ist das eigentliche Feuerwerk, das der Roman abfeuert. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Wendungen wirken ein bisschen zu konstruiert – aber hey, in einem Thriller darf’s auch mal etwas dramatischer sein. Das schmälert den Lesespaß aber kaum.
Kurz und knapp: Wer auf spannende Geschichten mit aktuellem Tiefgang steht und Lust hat, mal über Umweltschutz auf eine unerwartete Art nachzudenken, sollte „Klima“ definitiv eine Chance geben. Packend, clever und absolut lesenswert.
4,5 von 5 Sternen – weil ein bisschen mehr Überraschung beim Finale die Krönung gewesen wäre. Trotzdem ein klares „Hinlesen!“ für alle, die Thriller mit Anspruch schätzen.