Wenn dir das hier gefiel …
Der Heckenritter von Westeros
Key Facts
Kritik
Schon beim Aufschlagen von Der Heckenritter von Westeros spürt man: Hier geht’s nicht um epische Schlachten oder um den knallharten Machtkampf à la „Game of Thrones“, sondern um kleine, feine Geschichten voller Herz, Humor und Herzblut. Wer sich in die Welt von Westeros verliebt hat, bekommt hier einen ganz anderen, fast schon gemütlichen Blick auf das Leben eines Ritters und seines Knappen – und das macht richtig Spaß!
Im Zentrum steht Ser Duncan, kurz Dunk, ein aufrechter, wenn auch etwas ungestümer Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Ritter zu werden. Doch für so einen Traum zahlt man Lehrgeld – vor allem, wenn man in der rauen Welt der sieben Königslande versucht, seinen Platz zu finden. Glücklicherweise hat Dunk seinen treuen Knappe Ei an seiner Seite, der ihm nicht nur den Rücken freihält, sondern den Geschichten auch eine charmante, warme Note verleiht. Die drei Kurzromane führen uns dabei von Turnieren bis an den Hof der Targaryen, mit einem lockeren Ton, der George R.R. Martins sonst so düstere Welt erfrischend menschlich macht.
Was mir besonders gefällt, ist wie Martin hier trotz seines bekannten Stils überraschend leichtfüßig erzählt. Die Figuren sind keine staubigen Legenden, sondern lebendige, sympathische Gestalten mit Ecken und Kanten. Man spürt förmlich die Freundschaft zwischen Dunk und Ei und bekommt richtig Lust, beim nächsten Turnier selbst zuzuschauen. Die Mischung aus Abenteuer, Spaß und ein bisschen Ritterromantik funktioniert blendend.
Kritisch muss ich anmerken, dass die Geschichte manchmal ein bisschen zu sehr im Adelssprach-Jargon hängen bleibt und sich manche Abschnitte wiederholen. Wer auf schnelle, knallige Action hofft, könnte deswegen etwas durchschnaufen. Aber ehrlich gesagt, das passt auch gut zur Zeit, in der die Geschichten spielen – weniger epischer Kampf, mehr höfischer Alltag.
Fazit:
Der Heckenritter von Westeros punktet mit einem charmanten, zugänglichen Blick auf Westeros’ Vergangenheit und einem echten Wohlfühl-Feeling. Wer „Game of Thrones“ kennt und sich für die Welt dahinter interessiert, wird hier fulminant unterhalten – ohne dass es überlädt oder zu düster wird. Also, reinschauen lohnt sich definitiv!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Ein Jahrhundert vor "Das Lied von Eis und Feuer" nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst Ritter zu werden. Doch "Ser Duncan" hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen der Sieben Königslande. Beim Versuch, einen Platz in einem Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Zum Glück steht Dunk sein tapferer kahlköpfiger Knappe Ei zur Seite – und die Abenteuer der beiden führen die liebenswürdigen Helden vom Thron der Targaryen bis quer durch ganz Westeros.
Nach "Game of Thrones" und "House of the Dragon" die nächste Blockbuster-Verfilmung: "A Knight of the Seven Kingdoms" wird ab Januar 2026 weltweit ausgestrahlt.