Wenn dir das hier gefiel …
John Sinclair 2522
Key Facts
Kritik
Kaum hat man sich auf die Verlobungsfeier von Stacy Albright und Matt Dawson eingestellt, da schlägt das Grauen schon gnadenlos zu – echtes John-Sinclair-Feeling vom Feinsten! Stacy, die taffe Studentin mit einem Faible für Geisterjagd, hat sich erneut in brenzlige Situationen gebracht, und unser Geisterjäger von Scotland Yard ist mittendrin, wenn das Unheimliche die Oberhand gewinnt. Klar, auf den ersten Blick wirkt die noble Kulisse mit Adel und Politik vielleicht ein bisschen altbacken, aber genau das macht den Charme des Ganzen aus: ein klassischer Schauplatz, der abrupt von dunklen Mächten heimgesucht wird.
Henry Cardell schafft es, die Spannung konstant zu halten, ohne dass die Seiten einem nur so um die Ohren fliegen – das Tempo ist perfekt abgestimmt, sodass sich die Geschichte locker leicht lesen lässt, aber trotzdem nichts von ihrem Nervenkitzel verliert. Besonders sympathisch fand ich Matt Dawson, der nicht nur als Polizist, sondern auch als zukünftiger Bräutigam eine glaubwürdige und warme Figur abgibt. Stacy bleibt ihrem unerschrockenen Charakter treu und sorgt für den nötigen Wirklichkeitsbezug, der das Übernatürliche in ein greifbares Licht rückt. Der Autor wählt dabei eine klare Sprache, die flott ins Ohr geht, ohne sich in unnötigen Schnörkeln zu verlieren. Da kann man quasi mit jeder Seite spüren, wie sich die düstere Atmosphäre verdichtet.
Kleinere Kritik: Für Kenner der Reihe oder des Genres fällt es sicher leichter, voll einzutauchen. Absolute Neueinsteiger könnten sich stellenweise etwas mehr Hintergrundinformationen wünschen, um alle Anspielungen wirklich aufzuschnappen. Außerdem hätte der Gegenpol aus dem noblen Milieu vielleicht ein bisschen mehr Tiefe vertragen – da geht’s stellenweise fast ein bisschen zu flott zur Sache.
Wer auf klassische Geisterjagd der etwas anderen Art steht und keine Scheu vor schaurigen Überraschungen hat, findet in „John Sinclair 2522“ unterm Strich genau das richtige Grusel-Abenteuer. Locker, spannend und mit einem sympathischen Trio, das man gern begleitet. Für alle, die einen unkomplizierten Horror-Trip mit charmantem Twist suchen, gibt’s von mir solide
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Aber zunächst stand die Verlobungsfeier der beiden an, auf dem Anwesen der angesehenen Familie Albright, mit zahlreichen Gästen aus Adel und Politik. Und auch ich, der Geisterjäger von Scotland Yard, war eingeladen, doch als "kleiner Beamter" fühle ich mich in solchen Kreisen gar nicht wohl. Dann aber brach das Grauen über die geladenen Gäster herein, und aus dem Fest wurde eine Verlobungsfeier mit dem Tod.