John Sinclair 2498
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich die erste Seite von „John Sinclair 2498“ aufgeschlagen, war ich sofort mittendrin im Wahnsinn: Zombies, Ghouls, Magier, und eine Hexenwelt, die düsterer nicht sein könnte. Ian Rolf Hill liefert hier eine gelungene Mischung aus Horror, Action und einem Schuss Mystery – genau die richtige Portion für Fans von düsteren Gruselgeschichten mit jeder Menge Tempo.
Die Handlung wirbelt euch quer durch verschiedene Welten und Begegnungen: John Sinclair selbst steht wieder einmal im Zentrum des Chaos und muss sich nicht nur mit dem zornigen Xorron, dem Herrn der Untoten, auseinandersetzen, sondern auch mit Raniel dem Gerechten, Magier Myxin und der geheimnisvollen Kara. Suko im Iran bringt dazu noch eine ganz eigene Spannung ins Geschehen. Das alles verbindet Hill zu einem Thriller, der kaum eine Verschnaufpause zulässt.
Was ich besonders mochte, war die Vielschichtigkeit der Figuren – sie sind weder schwarz noch weiß, sondern richtig gut gezeichnet mit Ecken und Kanten. John Sinclair bleibt der coole Geisterjäger mit Ecken und Kanten, der nie aufgibt und jederzeit einen lockeren Spruch parat hat. Der Schreibstil ist flott und leicht zugänglich, ohne dabei oberflächlich zu wirken. So macht Lesen Spaß, gerade wenn man es spannend mag, ohne mit ellenlangen Beschreibungen bombardiert zu werden.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Manchmal hat die Geschichte ein paar Sprünge, die mich kurz rausgeworfen haben – vor allem wenn zwischen den Schauplätzen hin und her gewechselt wird, könnte das Tempo stellenweise humaner sein. Aber wer sich drauf einlässt, wird dafür mit einem rasanten Erlebnis belohnt.
„John Sinclair 2498“ ist genau das Richtige für alle, die düsteren Horror mit Action lieben und keine Scheu vor teils skurrilen Kreaturen haben. Perfekt als kleine Flucht aus dem Alltag, bei der man den Kopf ausschalten und einfach mitfiebern kann.
Klare Empfehlung und lässiger Gruselspaß mit Herz und Biss – dafür gibt’s von mir solide 4 von 5 Sternen.