John Sinclair 2502
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „John Sinclair 2502“ aufgeschlagen, hat mich der düstere Sog des Spukreichs sofort gepackt. Mit Suko und Myxin taucht man in eine Hölle voller unerwarteter Wendungen ein – und Myxins Geheimnis bringt selbst eingefleischte Fans ins Staunen. Gleichzeitig spürt man die Dramatik rund um John Sinclair und die Conolly-Familie immer stärker, wenn das Böse direkt vor der Haustür lauert und selbst das Unvorstellbare möglich wird.
Die Figuren sind lebendig und plastisch, besonders John Sinclair zeigt einmal mehr seinen Kampfgeist und menschliche Zerrissenheit. Suko und Myxin ergänzen das Geschehen mit einer Prise Witz und mystischer Tiefe, was den Roman trotz der finsteren Kulisse spannend und abwechslungsreich hält. Ian Rolf Hills Schreibstil ist dabei genau die richtige Mischung aus klar, temporeich und atmosphärisch, die man sich von einem Sinclair-Abenteuer wünscht.
Klar, man merkt, dass die Geschichte auf vertrautes Terrain setzt und nicht jede Überraschung komplett unvorhersehbar ist – für Neueinsteiger könnte es teilweise etwas viel an bekannten Motiven sein. Die Ausflüge in die Hölle und die Dämonenwelt sind aber so fantasievoll beschrieben, dass man sich trotzdem bestens unterhalten fühlt.
Wer auf spannende, schaurig-düstere Gruselaction mit einem Schuss Tragik und einem siegreichen Helden steht, bekommt hier genau das Richtige geboten – und noch ein bisschen mehr. Für alle Sinclair-Fans und die, die sich gerne mal in die dunkle Seite der Dämonenjagd stürzen wollen, ist „John Sinclair 2502“ definitiv eine lohnenswerte Lektüre.
4 von 5 Sternen – düster, spannend und genau die perfekte Portion Horror, die man sich erwartet.