Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3403: Rebellen des Tartaros
Key Facts
Kritik
Man blättert sich sofort in eine Welt, die so gigantisch und detailverliebt ist, dass man glatt vergisst, dass es „nur“ ein Roman ist. „Rebellen des Tartaros“ nimmt dich mit auf eine Reise, die irgendwo zwischen packendem Science-Fiction-Abenteuer und nah an der Feder geschriebener Zukunftsvision pendelt. Du bist mittendrin im Jahr 2266, wo nach dem Abgang der mysteriösen Superintelligenz ES ein neues Zeitalter beginnt – mit politischen Allianzen, hochmodernen Technologien und einer Menge Fragen, die tief ins Universum und die Seele blicken lassen.
Die Handlung steht ganz im Zeichen von Arion Mbinguni, einem brillanten Wissenschaftler, dessen Experiment eine Tür zu einer unbekannten, beängstigenden Welt aufreißt – dem Tartaros. Von da an heißt es: Hut ab, Perry Rhodan stürzt sich mit seinem Team in dieses Chaos, das zugleich fremd und faszinierend ist. Die Begegnung mit den Zaliden, diesen rätselhaften „Wächterinnen“, bringt einen menschlichen Touch hinein, der die Geschichte nicht nur als technische oder politische Herausforderung darstellt, sondern auch als ein Stück Hoffnung, Rebellion und Kollaboration.
Ben Calvin Hary schreibt mit einem angenehm lebendigen Ton, der die Komplexität der Welt nicht überfrachtet, sondern geschickt greifbar macht. Die Figuren sind dabei glaubwürdig und nicht nur stoische Helden, sondern haben Ecken und Kanten. Mich hat vor allem die Mischung aus Hightech-Phantasie und den zwischenmenschlichen Konflikten gepackt. Manchmal fühlt es sich fast so an, als ob man selbst neben Rhodan stehen würde und mitfiebert, wenn er versucht, das Undenkbare zu verhindern.
Kritik? Nun ja, wer sich nicht auf das Perry-Rhodan-Universum einlassen will oder mit der Serie nicht vertraut ist, könnte mit der Fülle an Hintergrundinfos und etablierten Charakteren kurzzeitig ins Straucheln geraten. Man braucht definitiv ein bisschen Geduld, um voll einzutauchen. Außerdem zieht die Handlung stellenweise etwas in die Länge – ein bisschen mehr Tempo hätte dem Ganzen nicht geschadet.
Am Ende bleibt ein spannendes, fesselndes Science-Fiction-Abenteuer, das Fans des Genres und der Serie gut bedient, und für Neulinge ein Lockruf, der Lust auf mehr macht. Also, wenn du Lust auf Weltraumdrama mit gelegentlichen philosophischen Einsprengseln hast und Spannung zwischen Zukunftsvisionen suchst, dann bist du hier goldrichtig.
4 von 5 Sternen – packend, authentisch, mit kleinen Längen, aber definitiv eine Empfehlung für alle, die Science Fiction mit Biss mögen.
Klappentext
Mit dem Elysion wird zurzeit ein uralter Menschheitstraum für alle Völker der Milchstraße und der benachbarten Galaxien wahr. Ein wehrhaftes, demokratisches Bündnis auf politischer und ökonomischer Ebene entsteht, das von Austausch und Diplomatie lebt. Die ersten Gefahren sind gebannt, der Blick geht nach vorne. Mit Feuereifer forschen Wissenschaftler nach neuen Technologien, die in die Zukunft weisen können.
Einer dieser Wissenschaftler ist Arion Mbinguni – ein Genie, wie die Geschichte sie nur selten hervorbringt. Als er einen Fiktivtransmitter entwickelt und diesen ausprobiert, hat das dramatische Folgen: Mitten im Ozean öffnet sich ein gigantischer Schacht, in den Mbinguni hineingerissen wird und ins Nichts stürzt.
Perry Rhodan folgt ihm mit einem kleinen Einsatzteam und lernt die seltsame Umgebung des Tartaros kennen. Dort will das Volk der Kanequa einen Gefangenen befreien, der Unheil über die Milchstraße bringen könnte. Rhodan versucht sich mit den ehemaligen Wächterinnen der Anlage zu verbünden, den Zaliden. Sie werden zu den REBELLEN DES TARTAROS …