Wenn dir das hier gefiel …
Blinder Instinkt
Key Facts
Kritik
Es gibt Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht mehr loslassen – „Blinder Instinkt“ von Andreas Winkelmann ist genau so ein Thriller. Der Roman startet an einem heißen Sommertag und wirft uns direkt in eine beklemmende Atmosphäre: Ein blindes Mädchen sitzt allein im Garten, und da ist dieser eiskalte Psychopath, dessen böse Absichten man mit jeder Faser spürt. Jahre später steht Kommissarin Franziska Gottlob vor einem ähnlich mysteriösen Fall – ein weiteres blindes Mädchen verschwindet spurlos. Was folgt, ist ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel, das einen wirklich nicht mehr loslässt.
Die Figuren sind mehr als nur Schablonen – vor allem Franziska Gottlob ist eine Ermittlerin mit Ecken und Kanten, deren Menschlichkeit die düstere Story wunderbar ausgleicht. Mir hat besonders gefallen, wie Winkelmann es schafft, die Perspektive der blinden Mädchen lebendig und eindringlich zu schildern, was eine ganz eigene Spannungsebene schafft. Der Schreibstil fließt locker und ist dabei präzise genug, um die beklemmende Stimmung und die wendungsreiche Handlung perfekt zu transportieren. So liest sich das Buch wie ein spannender Film, nur eben komplett im Kopf.
Kritisch betrachtet hätte ich mir ab und an ein bisschen mehr Tiefe bei den Gefühlen der blinden Protagonistinnen gewünscht – hier lag der Fokus mehr auf der äußeren Handlung als auf inneren Momenten. Dieser kleine Knackpunkt tut dem Lesespaß aber keinen großen Abbruch, weil die Spannung ohnehin konstant hoch bleibt.
Wer Lust auf einen Thriller hat, der nicht nur fesselt, sondern auch mit einer ungewöhnlichen Perspektive punktet, ist bei „Blinder Instinkt“ goldrichtig. Ein durchdachter Plot, viel Tempo und die richtige Portion Emotion machen das Buch zu einem echten Page-Turner.
Mein Fazit: Einmal angefangen, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen – maximal spannend und absolut empfehlenswert!
⭐⭐⭐⭐⭐
Klappentext
Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles rundherum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.