Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3402: Sturm der Zaliden
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur einen einzigen Moment, der alles ins Wanken bringt – in „Perry Rhodan 3402: Sturm der Zaliden“ ist genau dieser Moment der plötzliche Sturz von Arion Mbinguni in einen rätselhaften Schacht mitten im Indischen Ozean. Marie Erikson entführt uns in eine weit entfernte Zukunft, in der die Milchstraße gerade erst begonnen hat, ihr neues Zeitalter der Hoffnung und Vernunft zu erleben – und trotzdem lauert das Chaos nur einen Schritt entfernt.
Die Handlung ist ein faszinierendes Puzzle aus diplomatischen Allianzen, technologischen Errungenschaften und galaktischen Geheimnissen, das von der Suche nach Mbinguni ausgeht, der mit seinem Fiktivtransmitter ein großes Risiko eingegangen ist. Perry Rhodan und sein Team erreichen dabei eine Welt, die man so schnell nicht mehr vergisst – der Tartaros mit seinen fremdartigen Bewohnern, den Kanequa, sorgt für so einiges an Spannung und unerwarteten Wendungen.
Was mir besonders gefallen hat: Eriksons Schreibstil ist dabei frisch und mitreißend, ohne sich in zu viel technischer Fachsimpelei zu verlieren. Man spürt die Begeisterung für das Universum, ohne von Details erschlagen zu werden. Die Charaktere bekommen ausreichend Tiefe, vor allem Perry Rhodan als erfahrener Anführer überzeugt mit seinem Mix aus pragmatischer Ruhe und kämpferischem Ehrgeiz. Arion Mbinguni als junger Wissenschaftler bringt eine schöne Frische und Menschlichkeit ins Geschehen, die das kosmische Drama greifbar macht.
Klar, Fans der Reihe könnten sich teils ein bisschen mehr Überraschungsmoment wünschen – einige der plottechnischen Elemente wirken vertraut, und der dramatische STURM DER ZALIDEN bringt zwar Spannung, lässt aber an der einen oder anderen Stelle noch Luft für mehr. Dennoch ist das Buch besonders für diejenigen geeignet, die Lust auf ein klassisches Weltraumabenteuer haben, das die große Bühne des Perry-Rhodan-Universums auf kreative Weise ausschöpft.
Wer sich gern in fremde Welten stürzt, komplexen Figuren folgt und dabei nicht auf rasante Action verzichten will, findet hier eine solide Portion Science-Fiction-Unterhaltung auf hohem Niveau. Für alle Neulinge gilt: Ein bisschen Vorwissen zu Perry Rhodan ist hilfreich, aber kein Muss, um reinzukommen.
Kurzum: „Sturm der Zaliden“ ist eine spannende Reise für alle, die das Universum lieben, aber nicht ständig Neues erfinden müssen, um begeistert zu sein. Marie Erikson verwebt vertraute Klassiker-Elemente mit frischen Ideen – ein klarer Griff für Weltraumfans.
4 von 5 Sternen – solide, unterhaltsam und voller Galaxien voller Möglichkeiten.
Klappentext
Die aktuellen Zeichen stehen gut: Mit dem Elysion wird ein uralter Menschheitstraum für alle Völker der Milchstraße und der benachbarten Galaxien wahr. Ein wehrhaftes, demokratisches Bündnis auf politischer und ökonomischer Ebene entsteht, das von Austausch und Diplomatie lebt. Die ersten Gefahren sind gebannt, der Blick geht nach vorne. Mit Feuereifer forschen Wissenschaftler nach neuen Technologien, die in die Zukunft weisen können.
Einer dieser Wissenschaftler ist Arion Mbinguni. Als er einen Fiktivtransmitter entwickelt und diesen ausprobiert, hat das dramatische Folgen: Mitten im Indischen Ozean öffnet sich ein gigantischer Schacht, in den Mbinguni hineingerissen wird und ins Nichts stürzt.
Perry Rhodan folgt ihm mit einem kleinen Einsatzteam und lernt die seltsame Umgebung des Tartaros kennen. Dort will das Volk der Kanequa einen Gefangenen befreien, der Unheil über die Milchstraße bringen könnte. Da aber kommt es zum STURM DER ZALIDEN …