Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3401: Die Runen des Tartaros
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht eine Geschichte einfach nur dieses eine Quäntchen Mystik, um dich sofort in ihren Bann zu ziehen – und genau das schafft „Perry Rhodan 3401: Die Runen des Tartaros“ auf Anhieb. Ein technisches Experiment geht schief, ein Abgrund öffnet sich im Ozean, und schon steckt man mitten in einem Adventure voller uralter Geheimnisse und galaktischer Verbindungen fest. Perry Rhodan nimmt uns mit auf eine Reise zum Tartaros, einem rätselhaften Ort, den man so schnell nicht vergisst.
Marie Erikson gelingt es dabei, den Spagat zwischen Sci-Fi-Spektakel und spannendem Mysterium locker und doch präzise zu meistern. Die Figuren, allen voran Perry Rhodan selbst, sind gewohnt facettenreich und agieren glaubwürdig, ohne allzu abgehoben zu wirken. Gerade die Dynamik im kleinen Team auf der PHOENIX ist erfreulich realistisch und bringt frischen Wind in die ansonsten oft eher unnahbare Welt der Großraumschlachten und technischen Details. Man spürt förmlich, wie viel Spaß Erikson daran gehabt haben muss, die unheimlichen Chroniden einzuführen und die Abgründe zwischen den Galaxien – sprich: zwischen Andromeda und unserer Heimat – weiter zu erforschen.
Der Schreibstil ist flüssig, temporeich und bleibt dabei immer klar – perfekt für zwischendurch, wenn man Lust auf etwas Fantastisches hat, ohne sich durch einen Wörterdschungel zu wühlen. Schön finde ich auch, dass man als Leser*in zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, komplett abgehängt zu werden, auch wenn man nicht alle Vorgängerfolgen aus dem Eff Eff kennt. Ein paar Aha-Momente und offene Fragen bleiben zwar, machen aber nur neugieriger auf kommende Bände.
Einziger klitzekleiner Wermutstropfen: Manchmal wirkt die Komplexität des Handlungsgefüges ein bisschen überladen, und ein paar Zusammenhänge hätten meiner Meinung nach ein kleines bisschen klarer sein können – aber nichts Dramatisches, eher ein Fall von „ich will mehr Klarheit, bitte!“.
Am Ende bleibt ein solides, gut erzähltes Abenteuer mit reichlich Sci-Fi-Charme, das sowohl eingefleischte Perry-Rhodan-Fans als auch Neugierige auf das Universum der Saga abholt und erfreut. Wer Lust auf eine spannende Mischung aus Technik, Urzeit-Mysterien und galaktischer Weite hat, findet hier einen echten Volltreffer.
4 von 5 Sternen – ein mitreißender, kluger Science-Fiction-Roman, der Lust auf mehr macht.
Klappentext
Um einen Wissenschaftler zu retten, stürzen sich Perry Rhodan und ein kleines Team mit dem Raumschiff PHOENIX in diesen Schacht. Sie erreichen den Tartaros, ein uraltes Gebilde voller Geheimnisse, die offenbar mit der Menschheit in Verbindung stehen.
Fast zur gleichen Zeit öffnet sich das temporale Feld, das die Galaxis Andromeda vom Rest des Universums abgeschottet hat. Endlich kann man wieder Kontakt zu den dortigen Lebewesen aufnehmen. Wie sich bald herausstellt, gibt es eine Verbindung zwischen dem Tartaros und Andromeda – es sind die unheimlichen Chroniden …