Wenn dir das hier gefiel …
Fleischpflanzerl-Misere
Key Facts
Kritik
Da sitzt man erst gemütlich mit einer deftigen Portion Fleischpflanzerl auf der Couch, und plötzlich ist man mittendrin in einem bayerischen Krimi-Chaos, das seinesgleichen sucht. „Fleischpflanzerl-Misere“ von Rita Falk entführt uns in die bayerische Provinz, wo der „berühmteste Dorfpolizist Bayerns“ mal wieder mit einer Leiche im Mühlsee, einem lodernden Feuer und familiären Nervenproblemen klarkommen muss. Klingt vertraut, oder? Genau das macht die Reihe so wunderbar – hier trifft bodenständiger Humor auf scharfe Polizeiarbeit.
Rudi Eberhofer im Stress? Absolut. Zwischen „haltlosen Theorien“ seines Ex-Bürgermeisters und den haarsträubenden Ereignissen rund um die Silvesternacht ist der sympathische Ermittler mal wieder am Limit. Die Figuren sind dieses Mal besonders nah dran, mit ihren Macken und kleinen Alltagskatastrophen, die man so gut kennt – man fühlt sich fast, als säße man mit am Stammtisch. Rita Falk schreibt dabei herrlich locker, aber niemals oberflächlich, mit einer Sprache, die bayerischen Charme und Krimispannung perfekt mischt. Das zieht sofort rein und zaubert mehr als einmal ein Schmunzeln ins Gesicht.
Was mir besonders gefallen hat: Diese gelungene Mischung aus regionaler Authentizität und temporeichem, lebendigem Erzählstil. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man den Duft von Bratenduft und nassem Waldboden fast riechen kann. Und trotz der ernsten Themen bleibt der Ton angenehm leicht – hier werden Mord und Chaos eben auch mit einer Portion Herzlichkeit gewürzt.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass eingefleischte Neueinsteiger unter Umständen ein paar Anspielungen auf vorherige Fälle verpassen könnten. Aber das stört kaum, denn die Handlung steht auch für sich und macht Lust, die gesamte Serie durchzuschmökern.
Fazit: Wer Lust auf einen Krimi hat, der rustikal, witzig und mit viel Herz geschrieben ist, der findet in „Fleischpflanzerl-Misere“ genau das richtige Lesevergnügen. Für Bayernliebhaber und Fans von gutgemachten Dorfkrimis sowieso ein Muss. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen – lecker, spannend und ein echter Wohlfühlkrimi!
Klappentext
»Eberhofer, bei mir ist geschossen worden«, kann ich durch den Telefonhörer relativ undeutlich vernehmen, gleich wie ich rangeh. Rein spekulativ tippe ich auf unseren Ex-Bürgermeister, der mir da in die Muschel hechelt und sich gelinde gesagt ziemlich hysterisch anhört. Betrunken übrigens auch ein bisschen.
Ausgerechnet in der Silvesternacht muss der aufgekratzte Ex-Bürgermeister dem Eberhofer seine haltlosen Theorien ins Telefon plärren. Schüsse will er gehört haben und nein, ein Irrtum sei da vollkommen ausgeschlossen. Was bleibt einem engagierten Dorfpolizisten da anderes übrig, als möglichst schnell einzuhängen.
Der 14. Fall für den berühmtesten Dorfpolizisten Bayerns - ein Mordsvergnügen.
Zumindest bis ein paar Tage später tatsächlich eine Leiche aus dem Mühlsee gezogen wird. Herrschaftszeiten, eigentlich hat der Franz mit der ehrgeizigen Susi-Maus und den neuesten Fleischpflanzerl-Spinnereien vom Simmerl schon genug zu tun. Aber ein Anruf beim Birkenberger Rudi wird unausweichlich. Und der ist natürlich Feuer und Flamme für den neuen Fall – bis die Tatortbegehung am Mühlsee die Begeisterung blitzschnell runterkühlt …
»Der Tod kommt hier hinterfotzig, heimtückisch und heimatnah. Beschönigt wird nichts. Zünftig ist im Bayernkrimi sogar das Personal.« Welt am Sonntag
»Falk ist Kult, und die Verfilmungen sind es auch, weit über die Weißwurstlinie hinaus.« Wolfram Knorr, Die Weltwoche
Alle Bände der ›Eberhofer-Reihe‹:
Band 1: Winterkartoffelknödel
Band 2: Dampfnudelblues
Band 3: Schweinskopf al dente
Band 4: Grießnockerlaffäre
Band 5: Sauerkrautkoma
Band 6: Zwetschgendatschikomplott
Band 7: Leberkäsjunkie
Band 8: Weißwurstconnection
Band 9: Kaiserschmarrndrama
Band 10: Guglhupfgeschwader
Band 11: Rehragout-Rendezvous
Band 12: Steckerlfischfiasko
Band 13: Apfelstrudel-Alibi
Band 14: Fleischpflanzerl-Misere