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Autor:
Erschienen:
2026-09-16
Preis:
19,99 € (EUR)
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Das dritte Grab

Kritik

Kaum angefangen zu lesen, war ich mittendrin in einem Wien, das so rau und lebendig wirkt, dass man förmlich die Zigarettenqualm-Atmosphäre und den kalten Nebel auf der Haut spürt. „Das dritte Grab“ nimmt dich mit auf eine düstere Reise durch die Schattenseiten der 1920er Jahre – irgendwo zwischen politischem Machtspiel, der bitteren Realität des Elends und dem unbarmherzigen Sog des Verbrechens.

Im Mittelpunkt steht Inspektor August Emmerich, ein Typ, der so viel Ecken und Kanten hat, dass man ihn sofort in sein Herz schließt. Der verschwundene Politiker Veit Kolja, einst ein Unterweltboss, zieht Emmerich tief hinein in Wiens zwielichtige Unterwelt, und was folgt, ist ein packender Strudel aus Mord, Verrat und tief verwurzelten Geheimnissen. Die Geschichte entfaltet sich spannend und detailreich, ohne jemals zu schwerfällig zu werden. Alex Beers Sprache ist klar, präzise und trotzdem atmosphärisch dicht – ungeheuer cineastisch, fast so, als würde man neben Emmerich hergehen und jedes Gespräch belauschen.

Was mir besonders gefallen hat? Emmerich als Charakter! Er ist kein glattgebügelter Ermittler, sondern jemand, der wirklich etwas riskiert, der Gefühle zulässt und zugleich verbissen an der Wahrheit festhält – genau so muss ein Krimi-Held sein. Dazu passt die detailverliebte Beschreibung von Wien in jener Zeit: Eine Stadt, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung taumelt, voller Gerüche, Geräusche und düsterer Gestalten. Genau das macht den Roman mehr als nur einen klassischen Kriminalfall.

Aber – und das muss ehrlich gesagt sein – an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas weniger verschachtelt wäre. Manchmal fühlt es sich fast ein bisschen zu komplex an und man muss genau aufpassen, um den Verstrickungen zu folgen. Trotzdem hat mich das nie wirklich aus der Geschichte gerissen, eher angestachelt noch genauer hinzuschauen.

Für alle, die historische Krimis mit Tiefgang suchen und Lust auf eine Figur wie Emmerich haben, ist „Das dritte Grab“ ein Volltreffer. Wer also Lust auf eine atmosphärisch dichte Mischung aus Politthriller, Gangstermilieu und komplexer Charakterzeichnung hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Ich gebe 4 von 5 Sternen – weil hier die Spannung jederzeit auf den Punkt geliefert wird, ohne überladen zu sein, und weil August Emmerich so ziemlich einer der interessantesten Ermittler ist, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Klappentext

Ein verschwundener Politiker, eine erschütternde Mordserie und ein Ermittler, für den alles auf dem Spiel steht ...

Wien 1923. Die Stadt taumelt zwischen Elend und Hoffnung. Inmitten dieser zerrissenen Welt verschwindet der Politiker und einstige Unterweltboss Veit Kolja spurlos. Für Inspektor August Emmerich, der mit Kolja befreundet ist, beginnt eine fieberhafte Suche. Als kurz darauf zwei ehemalige Schleichhändler ermordet aufgefunden werden, führen die Ermittlungen ins Gangster-Milieu. Haben die Morde etwas mit Koljas Verschwinden zu tun? Ist auch er tot? Emmerich ist gezwungen, in Wiens dunkelste Winkel hinabzusteigen und sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Dabei gerät er selbst ins Fadenkreuz des Mörders und muss sich fragen, ob er für diesen Fall bereit ist, alles zu riskieren ...
"Für mich eine der tollsten Krimi-Kommissar-Figuren, die es überhaupt in den letzten Jahren gab. Deswegen: Die August-Emmerich-Reihe unbedingt lesen." Stefan Keim, WDR 4

Lesen Sie auch Alex Beers fesselnde Krimireihe um den Meisterdetektiv Felix Blom!

FAQ

Ein verschwundener Politiker, eine erschütternde Mordserie und ein Ermittler, für den alles auf dem Spiel steht ...Wien 1923. Die Stadt taumelt zwischen Elend und Hoffnung.…

Was mir besonders gefallen hat? Emmerich als Charakter! Er ist kein glattgebügelter Ermittler, sondern jemand, der wirklich etwas riskiert, der Gefühle zulässt und zugleich verbissen an der Wahrheit festhält – genau so muss ein Krimi-Held sein.

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