Wenn dir das hier gefiel …
AchtNacht
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über eine Geschichte, die einen sofort packt – so ging es mir mit „AchtNacht“. Die Grundidee ist einfach nur krass: Stell dir vor, du darfst einmal im Jahr jemanden zum Abschuss frei geben, ganz ohne Konsequenzen. Genau das passiert in diesem Thriller, in dem ein mörderisches Spiel abgeht, bei dem der Name eines vermeintlichen Verbrechers gezogen wird – und alle sind plötzlich auf der Jagd. Klingt abgefahren? Ist es auch.
Die Handlung rast förmlich durch die Seiten: Am 8.8. um 8:08 Uhr beginnt die tödliche Nacht, in der niemand mehr sicher ist. Fitzek schafft es, die Spannung so hochzuhalten, dass ich oft den Atem angehalten habe. Die Figuren sind zwar nicht extrem tiefgründig, aber sie sind clever konstruiert und passen perfekt zum Thriller-Setting. Besonders beeindruckt hat mich der packende Erzählstil, der gleichzeitig klar und fesselnd ist, ohne sich in unnötigen Details zu verlieren – auch wenn manche Wendungen wirklich tricky sind und einem schon mal ein kurzes Stirnrunzeln entlocken.
Was mir aufgefallen ist: Manche Handlungsstränge sind so verzweigt, dass ich ab und zu einen Moment innehalten musste, um alles nachzuvollziehen. Da hätte Fitzek vielleicht ein bisschen mehr Klarheit reinbringen können. Außerdem geht das Buch stellenweise ziemlich heftig zur Sache, was nicht für jeden etwas sein dürfte. Wer empfindlich auf Gewalt- und Missbrauchsdarstellungen reagiert, sollte vorsichtig sein.
Insgesamt ist „AchtNacht“ ein Thriller, der gesellschaftlich relevant ist und gleichzeitig ordentlich Nervenkitzel liefert – perfekt für alle, die sich gerne auf ein düsteres Gedankenexperiment einlassen und bei dem Tempo gut mitkommen. Für mich hat das Buch fast die volle Punktzahl verdient, weil es unaufhaltsam fesselt und den klassischen Fitzek-Stil mit einer ungewöhnlichen Idee verbindet.
4 von 5 Sternen – spannend bis zum Schluss, mit kleinen Stolperfallen bei der Komplexität, aber absolut lesenswert für Thrillerfans mit Nerven aus Stahl.
Klappentext
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Du hast 80 Millionen Feinde.
Wirst du die AchtNacht überleben?
Stell dir vor, es gibt eine Todeslotterie. Du kannst den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massen-psychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und dein Name wurde gezogen!
Ein rasanter Action-Thriller und Bestseller von Sebastian Fitzek, dem "Meister des Wahns" – exklusiv im Taschenbuch.