Wenn dir das hier gefiel …
Eisglut
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich „Eisglut“ begonnen, war ich sofort mitten drin in einem nervenaufreibenden Thriller, der sofort Gänsehaut erzeugt – so frisch und packend erzählt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Roland Müller entführt uns in die frostige Einsamkeit Grönlands, wo ein geheimnisvoller Absturz aus dem Kalten Krieg eine tickende Zeitbombe darstellt. Spezialermittler John Kaunak ist genau der Typ, der einem sympathisch bleibt, obwohl er ständig am Limit agiert und in einer Welt aus Eis, Intrigen und Gefahr gegen die Zeit kämpft.
Die Handlung bietet nicht nur einen spannenden Mix aus Abenteuer, Mystery und politischem Spiel, sondern auch genug Wendungen, um mehr als einmal überrascht zu werden. Kaunak ist dabei kein klassischer Held ohne Makel – gerade das macht ihn glaubwürdig und zugänglich. Der Schreibstil von Müller ist angenehm bodenständig, mit einem Gespür für Details, die Atmosphäre schaffen, ohne zu überfrachten. Man spürt förmlich die Kälte, hört die knirschenden Eisschollen und spürt das stechende Gefühl der Gefahr.
Klar, beim Kopfkino bleibt manchmal wenig Raum für tiefere Figurenentwicklung, und gelegentlich schleichen sich kleinere Längen ein, die das Tempo ein bisschen bremsen. Aber das tut dem großen Spaß keinen Abbruch, denn der Plot drive hält insgesamt super bei Laune und entfaltet auf jeder Seite neue Spannungsschichten.
Wer Lust auf einen soliden Thriller mit echtem Nervenkitzel und einem geheimnisvollen Fund im ewigen Eis hat, der gut durchdachte Charaktere und eine atmosphärisch dichte Welt schätzt, wird hier absolut fündig. „Eisglut“ ist kein literarisches Meisterwerk, aber genau die richtige Lektüre für kalte Abende mit gehörigem Adrenalinkick.
Vier von fünf Sternen – spannend, clever und definitiv einen Blick wert!
Klappentext
Band drei der erfolgreichen Grönland-Reihe rund um Spezialermittler John Kaunak.