Wenn dir das hier gefiel …
Salzwind
Key Facts
Kritik
Manchmal packt einen ein Buch so sehr, dass man es einfach nicht mehr aus der Hand legen will – „Salzwind“ von Miriam Georg schafft genau das. Dieser zweite Teil der Sturmland-Saga nimmt dich mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der man mit Cora durch alle Höhen und Tiefen springt und kaum verschnaufen kann. Ihre Welt am windumtosten Küstenstädtchen Norderney liegt in Trümmern, und der Weg zurück nach Hamburg scheint kein leichter, vor allem nicht, wenn die Vergangenheit wie ein Schatten hinter ihr herzieht.
Cora ist eine Figur, die direkt unter die Haut geht: verletzlich, stark, manchmal verzweifelt, aber immer mit einem Funken Hoffnung. Die Nebencharaktere wie Onnen und Alexander sind keine eindimensionalen Klischees, sondern geben der Geschichte die nötige Tiefe und Konflikte, die man nicht so schnell vergisst. Miriam Georgs Schreibstil ist dabei ein echtes Highlight: flüssig, lebendig und so bildhaft, dass man den Salzwind quasi auf der Haut spürt. Man merkt, wie viel Herzblut in den Figuren und der Atmosphäre steckt.
Klar, hin und wieder hätten einige Szenen etwas mehr Tempo vertragen können – gerade gegen Ende schleppte sich die Spannung für meinen Geschmack ein bisschen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn insgesamt schafft es „Salzwind“, dich emotional voll abzuholen und den einzigartigen Charme von Nordsee und menschlichen Schicksalen einzufangen.
Wenn du auf spannende Familiendramen stehst, die mit sehr realen Gefühlen und einem Hauch von Abenteuer gewürzt sind, dann ist dieses Buch definitiv etwas für dich. Für alle, die eine tiefgründige Geschichte lieben, die zum Nachdenken anregt und einen mit sanftem Sturm zurücklässt, ein echtes Must-read!
4 von 5 Sternen – weil Miriam Georgs „Salzwind“ dich packt und nicht mehr loslässt, auch wenn der Wind manchmal etwas zu kräftig weht.
Klappentext
Coras Welt liegt in Scherben. Alles, was sie sich im Seebad Norderney als Hauslehrerin aufgebaut hat, war vergebens. Aber wo soll sie hin? Etwa nach Hamburg zurück – dorthin, wo sie alle Brücken hinter sich abgebrochen hat? Ihre Schülerin Emmi braucht sie, und auch Onnen will Cora nicht verlieren … Es ist ausgerechnet Alexander Klaasen, der seinen überstürzten Entschluss bereut und Cora aus ihrer ausweglosen Lage nach Norderney zurückholt.
Doch nichts ist mehr wie zuvor. Nur ein einziger weiterer Fehltritt kann Cora erneut ihre Stellung kosten und sie ins Armenhaus bringen. Nur eine einzige falsche Berührung kann Onnens mühsam aufgebautes Leben zwischen den Inseln einstürzen lassen.
In Hamburg wird fieberhaft nach Cora gesucht. Immer enger zieht sich das Netz um sie zusammen. Cora und Onnen müssen sich der Frage stellen: Kann man vor der eigenen Vergangenheit fliehen?
Das unvergessliche Finale von Miriam Georgs «Sturmland»-Saga.