Cover Einstein im Bade
In Apple Books öffnen Bei Amazon suchen
Deine Regale
Mit Login kannst du Bücher speichern (TBR, Favoriten, …) und bekommst Regal‑Alerts im Newsletter.
Einloggen
Preisentwicklung
Tiefster Preis
Durchschnitt
Höchster Preis
Aktuell
Hinweis: Preis wird regelmäßig aus Apple Books übernommen.

Metadaten
Autor:
Erschienen:
2026-02-09
Preis:
18,99 € (EUR)
apple

Einstein im Bade

Kritik

Schon nach den ersten Seiten saß ich im Rastenden Kranich, die alte Badewanne des Hauses knackte förmlich vor Geschichte und kleinen Katastrophen — und ich lächelte ununterbrochen. Daniel Mellem serviert eine heitere, manchmal bittersüße Komödie um ein Hotel, das versucht, Ordnung in ein wissenschaftliches Durcheinander zu bringen, das größer ist als die Gästeanzahl.

Worum es geht: Direktor Kleeberger führt sein Hotel in Bad Nauheim mit Ritualen und der stoischen Überzeugung, dass Tee und Etikette alles richten können. 1920 kommt die Versammlung Deutscher Naturforscher, und plötzlich teilen sich Albert Einstein und Philipp Lenard das Haus — das sorgt nicht nur für hitzige Diskussionen über Relativität, sondern auch für persönliches Gezänk, Eitelkeiten und seltsame Allianzen. Mehr will ich nicht verraten, nur: Die Balance zwischen historischem Kontext und leichtfüßiger Fiktion ist fein justiert.

Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet. Kleeberger ist das Herzstück, ein Mann, der sein Haus mehr als seine Ruhe liebt; bei ihm lacht man, und manchmal will man ihm die Hand reichen. Einstein und Lenard treten als große, widersprüchliche Persönlichkeiten auf — historisch geerdet, aber immer wieder in sehr menschlichen, fast komischen Momenten. Mellems Ton ist warm, ironisch und federleicht; Dialoge sitzen, Beschreibungen sind präzise genug, um die Zeit zu fühlen, ohne zu belehren.

Was mir besonders gefiel: Die Kombination aus kleinem Alltagskrieg und großer Geistesgeschichte — das Hotel wird zum Mikrokosmos der Weimarer Welt. Der Humor trifft oft genau den Punkt, und die Szenen sind so arrangiert, dass man die Figuren wirklich zu kennen glaubt. Ich musste mehr als einmal laut auflachen und gleichzeitig mit den Augen rollen.

Kritikpunkt: Manchmal bleibt die Tiefe bei Nebenfiguren etwas oberflächlich, und gelegentlich wirkt die Handlung konstruiert, um Pointen zu platzieren. Wer es ultra-historisch präzise und trocken-akademisch will, wird hier nicht voll auf seine Kosten kommen.

Fazit: Charmant, klug und unterhaltsam — ein Buch für Leser:innen, die Geschichte mit einem Augenzwinkern mögen und sich gern in ein Haus voller skurriler Menschen setzen. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Klappentext

In Bad Nauheim führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Die Ruhe droht gestört zu werden, als im Jahr 1920 im beschaulichen Kurort die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden ansteht. Die neue Relativitätstheorie hat die wissenschaftliche Gemeinde gespalten, und die beiden ärgsten Kontrahenten Albert Einstein und Philipp Lenard sind ausgerechnet im Rastenden Kranich einquartiert.

Kleeberger wittert eine Chance: Wäre es nicht die beste Werbung für sein veraltetes Hotel, wenn er den Streit dort schlichten würde? Doch hinter fachlichen Differenzen lauern ungeahnte Abgründe, und der Tee, der im Rastenden Kranich einst Bismarck in den Schlaf wiegte, wird kaum ausreichen, um die Gemüter zu besänftigen. Zwischen Schlichtungsversuchen und dem Bemühen, es allen Gästen recht zu machen, entgleitet Kleeberger nach und nach die Kontrolle über sein Hotel.

Mit Humor und erzählerischer Leichtigkeit lässt Daniel Mellem in einem ruheversprechenden Hotel Stammgäste und bedeutende Wissenschaftler aufeinanderprallen. Schnappen Sie sich ein Handtuch, und versuchen Sie, gemeinsam mit Einstein im Badehaus 3 zu entspannen!

FAQ

Direktor Kleeberger führt sein Hotel in Bad Nauheim mit Ritualen und der stoischen Überzeugung, dass Tee und Etikette alles richten können. 1920 kommt die Versammlung Deutscher Naturforscher, und plötzlich teilen sich Albert Einstein und Philipp Lenard das Haus — das sorgt nicht nur für hitzige Diskussionen über Relativität, sondern auch für persönliches Gezänk, Eitelkeiten und seltsame Allianzen.

Charmant, klug und unterhaltsam — ein Buch für Leser:innen, die Geschichte mit einem Augenzwinkern mögen und sich gern in ein Haus voller skurriler Menschen setzen. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Leserkommentare

Noch keine Bewertungen
Bewertung gibt’s nach Login – so bleibt die Sterne-Statistik sauber. 🙂
Gastkommentare werden kurz geprüft und dann freigeschaltet. Die Kritik zieht automatisch nach.
Sei die/der Erste. (Aber bitte ohne Spoiler.)