Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3397: Wanderer gegen ES
Key Facts
Kritik
„Perry Rhodan 3397: Wanderer gegen ES“ katapultiert uns mitten hinein in eine Zukunft, in der die Erde zum Herzen eines riesigen Sternenreichs geworden ist – und plötzlich bricht hinter den Kulissen ein Drama aus, das weit über bloße Galaxienpolitik hinausgeht. Man spürt förmlich das Ringen um Macht, Visionen und die Kontrolle über Intelligenzen, die fast alles sprengen könnten, was wir uns vorstellen.
Olaf Brill erzählt diese Geschichte mit einer Leichtigkeit, die ihn für mich als echten Taktgeber der Serie bestätigt. Die Figuren – allen voran natürlich Perry Rhodan selbst und die mysteriösen Superintelligenzen Wanderer und ES – sind vielschichtig und schlagen eine überraschende emotionale Tiefe an. Besonders spannend fand ich, wie Brill mit dem Konzept der Superintelligenzen spielt, die nicht nur technische Giganten, sondern beinahe Charaktere mit Eigenleben sind. Die Spannung zwischen Wanderer und ES entwickelt sich dabei zu einem packenden Duell, das auf mentale und philosophische Ebenen geht. Und ja, es gibt diesen kleinen Wow-Moment, wenn man merkt, dass hier nicht einfach nur Technik gegeneinander kämpft, sondern Wahrheiten und Überzeugungen.
Der Stil ist locker, flüssig und mit einer Prise Humor gespickt, die in der oftmals durchaus trockenen Science-Fiction-Sphäre sehr wohltuend ist. Klar, man sollte schon etwas Vorerfahrung mit der Perry-Rhodan-Welt mitbringen, denn die Background-Infos sind nicht immer ausführlich erklärt. Für Neueinsteiger könnte das manchmal ein Stolperstein sein – aber Hey, das ist ja auch ein bisschen das Salz in der Suppe einer langen Serie, oder?
Was mich ein klitzekleines bisschen gestört hat: Manchmal fliegt die Handlung so schnell dahin, dass man kurz durchatmen muss, um das gerade Gelesene zu verarbeiten. Auch die komplexen Konzepte rund um Zeitfelder und Superintelligenzen sind nicht immer sofort greifbar – aber genau das fordert den Kopf, ohne zu überfordern.
Wer also Lust auf futuristische, kosmische Konflikte hat, die nicht von einfachen Schwarz-Weiß-Malerei leben, sondern in spannende, tiefgründige Duelle zwischen gigantischen Intelligenzen münden, sollte hier unbedingt reinschauen. Ein Mix aus Altbekanntem und frischen Ideen macht „Wanderer gegen ES“ zu einem intensiven Erlebnis, bei dem man die Stunden schnell vergisst.
Kurz und knapp: Wer Science-Fiction mit Köpfchen und Klasse mag und ein bisschen Perry-Rhodan-Luft schnuppern will, liegt hier genau richtig.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen.
Nicht alle sehen darin eine positive Wirkung. Insbesondere aus Richtung Andromeda kommt entschiedene Gegenwehr. Dahinter stecken die geheimnisvollen Legaten, die sich hinter einem Zeitfeld verbergen.
In der Milchstraße scheint sich in der Zwischenzeit die Superintelligenz ES endgültig aufzulösen und dabei das gesamte Solsystem mitzureißen. Mithilfe des Kunstplaneten Wanderer soll ES stabilisiert und neu verankert werden.
Da aber geschieht das Unglaubliche: Wanderer erkennt die Superintelligenz nicht an. Und so kommt es zum Konflikt von WANDERER GEGEN ES …