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Nur ein Graf ist gut genug
Key Facts
Kritik
„Nur ein Graf ist gut genug“ von Tamara Gill hat mich von der ersten Seite an gepackt – da trifft eine Frau, die genau weiß, was sie will, auf einen charmant-rotzigen Schürzenjäger mit einem Herzen, das tiefer schlägt, als er zugeben will. Lady Elizabeth Worthingham hat ihre Zukunft streng durchgeplant: eine vorteilhafte Ehe ohne romantischen Schnickschnack, schließlich steht ihr kaum glorreicher Ruf auf dem Spiel. Doch dann kehrt Henry Andrews, dieser unerschrockene Graf aus den schottischen Highlands, zurück – und bringt alles durcheinander.
Die Handlung bringt genau die richtige Mischung aus prickelnder Spannung und tiefgründigen Emotionen, ohne sich in Kitsch zu verlieren. Elizabeth ist eine starke, kluge Frau, die ihre Verletzlichkeit nur ungern zeigt – genau das macht sie so glaubwürdig und sympathisch. Henry dagegen punktet mit seinem rauen Charme und einem Schuss verletzlicher Ehrlichkeit. Die beiden Hauptfiguren sind wunderbar facettenreich und ihre Entwicklung fühlt sich echt und mitreißend an.
Tamara Gills Schreibstil liest sich flüssig, lebendig und mit einem feinen Hang zu humorvollen Spitzen, die den ernsten Momenten die Schwere nehmen, ohne zu trivialisieren. Besonders gut gefallen hat mir, wie sie die Atmosphäre der Londoner Gesellschaft lebendig einfängt und gleichzeitig die inneren Konflikte der Figuren herausarbeitet.
Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal zieht sich das Hin und Her ein wenig in die Länge, was den Lesefluss kurzzeitig stoppt. Auch hätten ein paar Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen können – da bleibt einiges nur angekratzt.
Wer also Lust auf eine turbulente, herzliche Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten hat, bei der Gefühle nicht einfach abgestritten werden und ein bisschen Drama dazugehört, ist hier genau richtig. „Nur ein Graf ist gut genug“ überzeugt mit starken Charakteren und einer stimmigen Mischung aus Gesellschaftsglamour und echten Emotionen.
Endergebnis: 4 von 5 Sternen – eine erfrischende Herzensangelegenheit für Fans historischer Liebesromane, die es gern etwas ehrlicher und lebendiger mögen.
Klappentext
Als er nach drei Jahren im Ausland nach England zurückkehrt, ist Henry entschlossen, die einzige Frau zu ehelichen, die je sein Herz erobert hat. Doch der eisige Empfang, den er von Elizabeth erhält, ist kälter als seine Heimat in den schottischen Highlands. Als die Kränkungen der Vergangenheit ans Tageslicht kommen und ein unverzeihlicher Verrat begangen wird, muss die Liebe alle Hindernisse überwinden. Ansonsten könnte sich am Ende ein namenloser Feind, der seinen eigenen Weg verfolgt, durchsetzen, und ihre Liebe würde nie das Licht der Welt erblicken …
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