Wenn dir das hier gefiel …
Die Tochter des Uhrmachers: Glass & Steele
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten von Die Tochter des Uhrmachers hatte ich das Gefühl, mitten in einer Welt zu stecken, die gleichermaßen geheimnisvoll und faszinierend ist. Wenn man mit India Steele in eine düstere, Londoner Vergangenheit eintaucht, die von Uhrwerken, Intrigen und einer guten Portion Magie geprägt ist, merkt man sofort: Hier steht keine gewöhnliche Heldin im Mittelpunkt.
India trägt eine schwere Last: Ihr Vater ist tot, der Verlobte hat sie um ihr Erbe betrogen und in der Uhrmacher-Szene scheint sie nicht willkommen zu sein. Als die Verzweiflung sie fast erdrückt, nimmt sie ein mysteriöser Amerikaner namens Matthew Glass unter seine Fittiche – ein Mann mit einem ungewöhnlichen Geheimnis und einer seltsamen Taschenuhr, die anscheinend Leben retten kann. Die Kombination aus historischem Setting, einem Hauch Fantasy und dem Aufeinandertreffen zweier sehr unterschiedlicher Charaktere macht das Buch zu einem veritablen Page-Turner.
Besonders begeistert hat mich, wie C.J. Archer India und Matthew ausgestaltet. India ist tough, aber niemals überzeichnet; sie kämpft sich durch eine Welt, in der sie ständig widerwillig zu kämpfen hat – das fühlte sich authentisch an. Matthew dagegen bleibt lange rätselhaft, und genau dieses Mysterium sorgt für ordentlich Spannung. Der Schreibstil ist dabei angenehm leicht, flüssig und schafft es, die Atmosphäre Londons mit genug Details zum Leben zu erwecken, ohne in langatmige Beschreibungen abzudriften. Einziger Wermutstropfen: Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung etwas und setzt vereinzelt auf Füllmaterial, das die Spannung kurzzeitig bremsen kann.
Was mich auch sehr angesprochen hat, ist die feine Prise Romantik, die sich fast unbewusst einschleicht. Kein übertriebener Kitsch, sondern dieses subtile Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren, das einfach Spaß macht zu verfolgen. Wer auf starke Figuren, ein bisschen Magie und ein historisches Abenteuer steht, sollte hier definitiv reinschauen.
Kurz gesagt: Die Tochter des Uhrmachers ist kein bahnbrechendes Meisterwerk, aber ein sehr solides, unterhaltsames Buch, das perfekt für alle ist, die historische Fantasy mit einer Portion Herz mögen. Einzig das etwas stockende Tempo in der Mitte könnte manchen Leser:innen aufstoßen, doch gerade zum Ende hin macht die Geschichte wieder richtig Laune und legt das Fundament für mehr.
Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Auftakt mit sympathischen Charakteren und einem geheimnisvollen Touch – genau richtig für Fans von historischer Fantasy mit Gefühl.
Bewertung: ★★★★½ (4,5 von 5 Sternen)
Klappentext
Matthew Glass muss einen bestimmten Uhrmacher finden, aber er verrät India nicht, warum es nicht der nächstbeste tut. Genauso wenig erzählt er ihr von seinem Beruf in Übersee, und wie er es sich leisten kann, in einem Haus in einer der besten Straßen Londons zu wohnen. Als India von der Ankunft des amerikanischen Banditen Dark Rider in England hört, vermutet sie darum, dass Mr. Glass der Flüchtige ist. Es wird zur Gewissheit, als die Gefahr an ihre Tür klopft. Doch zur Polizei zu gehen hieße, wieder arbeits- und heimatlos zu werden – und den Mann zu verraten, der ihr das Leben rettete.
Mit verschrobenen Figuren, einem spannenden Geheimnis und einem Hauch Romantik ist DIE TOCHTER DES UHRMACHERS der Reihenauftakt der historischen Fantasy Glass & Steele, eines mehrfachen USA Today-Bestsellers.