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Wir jagen Schatten
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es einfach einen Roman, der einen auf eine wilde Achterbahnfahrt mitnimmt – genau so fühlt sich „Wir jagen Schatten“ von Richard Osman an. Gleich zu Beginn hat mich das Setting um die malerischen Hügel der Toskana direkt gepackt: Eine Leiche vor einer prunkvollen Villa, drei ungleiche Ermittler und ein Hauch von Urlaubsthriller-Atmosphäre, der sich von Italien bis in die Sonne Kaliforniens zieht.
Steve Wheeler, der pensionierte Polizist mit dem charmanten Altersschimmer, seine toughe Schwiegertochter Amy, und Rosie d'Antonio, die genau den richtigen Mix aus Raffinesse und Geheimnis mitbringt, bilden ein Trio, das so lebendig und erfrischend anders ist. Ihre Dynamik ist das Herzstück des Buches – man fühlt sich fast, als säße man selbst mit ihnen bei einer Pasta und einer Cola an einem lauen Sommerabend. Osman's Schreibstil ist dabei wie ein guter Gesprächspartner: locker, witzig und immer mit einem gewissen Augenzwinkern. Kein übertriebener Krimi-Kunstgriff, sondern ein angenehm entspannter Erzählfluss, der dennoch genügend Spannung aufbaut.
Was mir besonders gefallen hat: die Weltreise, die nicht nur Kulisse, sondern fast schon eigenständiger Charakter des Romans ist. Von den sonnigen Gassen Barcelonas bis zu den Bars in Steve’s englischem Heimatdorf – die Locations haben richtig Würze ins Geschehen gebracht. Das macht das Lesen abwechslungsreich und lässt das Kopfkino laufen.
Natürlich gibt es auch ein paar kleine Stolpersteine: Manche Wendungen fühlten sich manchmal etwas zu konstruiert an, und die kombinierte Ermittlergruppe wirkt hin und wieder fast zu perfekt. Aber das tut der Freude am Lesen keinen großen Abbruch, denn gerade die Charaktere und die lockere Erzählweise trösten über kleine Ungereimtheiten hinweg.
Also, wenn ihr Lust auf einen Krimi habt, der mit Humor und Charme daherkommt, dabei aber genug Spannung bietet, um die Seiten fliegen zu lassen, dann ist „Wir jagen Schatten“ definitiv eine gute Wahl. Kein schwerer Stoff, dafür eine unterhaltsame Reise, die Spaß macht – gerade für alle, die gerne ein bisschen Urlaub mit Mord kombinieren. Von mir solide 4 von 5 Sternen!
Klappentext
In den Hügeln der Toskana wird bei Sonnenaufgang eine Leiche auf den Stufen einer Villa gefunden. Steve Wheeler, pensionierter Polizist, seine Schwiegertochter Amy, Bodyguard, und Rosie d'Antonio, eine alterslose und megaerfolgreiche Thrillerautorin, jagen den skruperllosen Mörder. Von Italien über Barcelona über Steves Stammpub in seinem kleinen englischen Dorf bis nach Palm Springs: In Wir jagen Schatten reist unser Ermittlertrio einmal rund um den Globus zu den Hotspots dieser Welt und deckt einen unmöglichen Fall auf, in dem scheinbar jeder etwas zu verbergen hat . . .