Wenn dir das hier gefiel …
Ostfriesentod
Key Facts
Kritik
Manchmal sind es die richtig verzwickten Fälle, die einen Krimi so richtig spannend machen – und „Ostfriesentod“ liefert genau das. Diesmal steckt Ann Kathrin Klaasen in einer Zwickmühle, die ihr nicht nur den Job, sondern ihr ganzes Leben schwer macht. Plötzlich steht sie selbst unter Mordverdacht – und das mit Beweisen, die einfach nicht stimmen können. Wer wirklich dahintersteckt, bleibt bis zum Schluss ein gelungenes Katz-und-Maus-Spiel, das einen durchweg mitfiebern lässt.
Ann Kathrin als Figur ist klasse geschrieben: bodenständig, sympathisch, und trotzdem stark genug, um sich durch diesen perfiden dritten Akt zu kämpfen. Klaus-Peter Wolf schafft es wieder, das rau-wilde Ostfriesland lebendig in Szene zu setzen, ohne ins Klischeehafte abzudriften. Sein Stil ist schnörkellos und dennoch bildhaft – man merkt, der Autor hat nicht nur Lust, einen guten Krimi zu erzählen, sondern auch ein Stück Kultur mitzugeben. Das macht das Lesen leicht und angenehm, auch wenn die Handlung durchaus ernste Töne anschlägt.
Aber aufgepasst: Wer es absolut realistisch und ohne Wiederholungen mag, könnte hier ein kleines Déjà-vu erleben. Ann Kathrins persönliches Drama wirkt an manchen Stellen etwas überstrapaziert, und der Fall könnte für manchen überraschungsarmen Moment sorgen. Man hat fast das Gefühl, die Kommissarin hat innerhalb der Serie bereits mehr Pech als Glück auf ihrer Seite – was nach elf Büchern natürlich weiter auffällt.
Unterm Strich ist „Ostfriesentod“ ein solider Kriminalroman für alle, die Lust auf Spannung mit typisch norddeutschem Charme haben und sich nicht scheuen, mit einer sympathischen Frau durch ein kompliziertes Netz aus Lügen und Intrigen zu waten. Wer aber frische Impulse sucht oder bisher von der Serie nur wenig angetan war, wird hier nicht unbedingt seinen neuen Lieblingskrimi finden.
Fazit: Spannend, persönlich und mit viel Atmosphäre, aber nicht ohne kleine Schwächen in der Storywiederholung. Für Fans von Ann Kathrin ein Must-Read, für Krimienneulinge eher ein vielleicht. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Klappentext
Der elfte Fall für Ostfrieslands beliebteste Kommissarin.
Kultautor Klaus-Peter Wolf zieht uns in einen Fall von Manipulation, Lüge und Verführbarkeit, der den Leser bis zur letzten Seite mitfiebern lässt.
Schlimmer hätte es nicht kommen können: Ann Kathrin Klaasens Twingo war geblitzt worden, aber zu einer Zeit und an einem Ort, an dem sie nicht gewesen sein konnte. Definitiv nicht gewesen war. Dann der noch größere Schock: Sie soll eine Frau erschossen haben. Mit ihrer eigenen Dienstwaffe. Die Beweise gegen Ann Kathrin sind erdrückend. Jemand hat sich ihrer Identität bemächtigt. Jemand verübt in ihrem Namen Straftaten. Jemand will sie vernichten.
Nervenaufreibend, perfide und einmal mehr unglaublich spannend: Der neue Kriminalroman mit Ann Kathrin Klaasen lässt den Leser mitfiebern, er wohnt einem riesengroßen Unrecht bei, das niemanden kaltlässt.