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Annalise
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über eine Geschichte, die einen sofort packt – „Annalise“ von Carrie Lomax gehört definitiv dazu. Die Reise einer jungen Frau, die auf der Suche nach der Wahrheit über ihren Vater nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis, sondern auch ihr eigenes Leben neu entdeckt, hat mich sofort neugierig gemacht. Annalise ist nicht irgendeine Heldin, sondern eine starke, entschlossene Persönlichkeit, die man schlichtweg ins Herz schließen muss.
Die Handlung spielt im viktorianischen England und bringt mit Annalise, der Gräfin Oreste alias Belladonna und dem attraktiven Bankier Eryx Wilder eine Mischung aus Spannung, Romantik und gesellschaftlichen Zwängen zusammen, die richtig Spaß macht zu lesen. Man fühlt regelrecht, wie Annalise zwischen ihren Pflichten für ihre jüngeren Geschwister und ihren eigenen Träumen pendelt – ein innerer Konflikt, der dem Roman viel Tiefe gibt.
Carrie Lomax‘ Schreibstil ist angenehm flüssig und lebendig, sodass man schnell in die Welt der Charaktere abtauchen kann. Die Dialoge sind nicht überkandidelt, sondern bringen Witz und gleichzeitig das viktorianische Flair gut rüber. Und mal ehrlich: Wer kann schon einem charmant-widerspenstigen Bankier widerstehen, der versucht, eine junge Frau vor sich selbst zu schützen? Die Chemie zwischen Annalise und Eryx ist fein austariert und verleiht der Geschichte die extra Portion Herzklopfen.
Natürlich gibt’s auch ein paar kleine Schwächen: Manchmal hätten ein paar Handlungsmomente etwas mehr Tiefe oder Überraschung vertragen können – das Tempo bleibt meist angenehm, aber manche Wendungen sind dann doch etwas vorhersehbar. Auch die Einblicke in die „Welt voller Möglichkeiten“ rund um die Gräfin Oreste hätten gern noch ein bisschen mysteriöser sein dürfen. Das lässt aber genug Luft für die Fortsetzung, und ich bin schon gespannt, was noch kommt.
Kurz gesagt, wenn ihr Lust auf einen historischen Liebesroman mit Ecken und Kanten habt, der neben Romantik auch ein bisschen Familiendrama und moralische Konflikte zu bieten hat, dann seid ihr bei „Annalise“ genau richtig. Es ist keine staubige Altmodischkeit, sondern ein Buch, das mit Herz und einer Prise Spannung überzeugt.
4 von 5 Sternen – für die sympathischen Figuren, die schöne Atmosphäre und das Vergnügen, in eine andere Zeit zu reisen, ohne gleich staubtrocken zu werden.
Klappentext
Als Miss Annalise Fernsby sich auf die Suche nach Antworten über die Vergangenheit ihres Vaters begibt, trifft sie auf Gräfin Oreste, die von ihren Freunden und Feinden gleichermaßen als Belladonna bekannt ist, und entdeckt eine faszinierende Welt voller Möglichkeiten. Verzweifelt bemüht, für ihre drei jüngeren Geschwister zu sorgen, ist Annalise bereit, die kühnsten Abenteuer zu wagen, wenn sie dadurch einem Leben in Armut entkommen kann.
Sie hätte nicht erwartet, dass ein reicher und attraktiver Bankier ihre Pläne durchkreuzen würde. Aber Mr. Wilder erweist sich schnell als unmöglich zu ignorieren.
Sobald Eryx Wilder eine unschuldige junge Frau in dem berühmten, aber irreführend benannten Haus der Tugend sieht, weiß er, dass sie dort nichts zu suchen hat. Dieses geheimnisvolle Mädchen besitzt eine Würde, die man mit Geld nicht kaufen kann, und er weiß das nur zu gut. Er wird dieses naive Mädchen davon abhalten, sich selbst zu zerstören, auch wenn sie ihn dafür hassen wird.
Aber der Preis für ihre Unschuld könnte ihn alles kosten, wofür er gearbeitet hat ...
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