Wenn dir das hier gefiel …
Kommissar Dampfmoser und die Mörderziege: Alpenkrimi: Kommissar Dampfmoser ermittelt 22
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nichts weiter als ein deftiges Knödelfest, ein bisschen Bergeinsamkeit und einen mörderischen Ziegenbock, um einen Krimi so richtig auf Trab zu bringen – genau das liefert Robert Gruber mit seinem neuesten Band um Kommissar Ludwig Dampfmoser. Mit „Kommissar Dampfmoser und die Mörderziege“ springt man direkt ins bayerische Dorfleben, wo der gemütliche Alltag jäh unterbrochen wird: Ein Toter am malerischen Hennenkogel, ein schwieriger Ziegenbock als Verdächtiger und eine fanatische Naturschützerin, die das Wasser ganz schön trüben.
Ludwig Dampfmoser ist die Sorte Kommissar, bei der man sofort mitfühlt: ein Mann mit einem Riecher für die kleinen kulinarischen Freuden des Lebens, der aber auch mit einem feinen Gespür für das Grobe dabei ist. Sein Team und besonders Kollege Roderich bringen eine schöne Dynamik in die Story, dafür, dass dieser Krimi mehr als nur blutrünstige Spannung bietet. Was mir besonders gut gefällt, ist der lockere Schreibstil, der trotz der ernsten Thematik nie ins Stocken gerät und immer wieder für ein Schmunzeln sorgt – perfekt, um dem meist tristen Ermittleralltag einen würzigen Touch zu verpassen.
Zugegeben, die tierische Hauptverdächtige ist ein mutiger Einfall, der allerdings teils arg klischeehaft wirkt. Manche Wendungen könnten ein bisschen weniger vorhersehbar sein, gerade, wenn man öfter mal in der Krimi-Ecke unterwegs ist. Trotz dieser kleinen Abstriche schafft es „Kommissar Dampfmoser und die Mörderziege“ locker, Laune und Spannung zu halten und dabei eine ganz eigene bayrische Identität auf die Seiten zu zaubern.
Für alle, die Lust auf einen Krimi mit Herz, Humor und einer guten Portion Alpenflair haben, ist dieser Fall von Dampfmoser genau die richtige Wahl. Wer knifflige Fälle und schräge Figuren schätzt, wird sich gut unterhalten fühlen – und nebenbei ein bisschen Appetit auf Weißbier und Schweinshaxe bekommen.
4 von 5 Sternen – weil’s einfach Spaß macht, auch wenn das Ziegenthema etwas mutiger hätte ausgespielt werden können.