Wenn dir das hier gefiel …
Seven Days
Key Facts
Kritik
Wenn der Countdown läuft und jede Sekunde zählt, spürt man beim Lesen förmlich den Druck in der Luft – genau so fühlt sich „Seven Days“ von Steve Cavanagh an. Hier trifft Nervenkitzel auf Gerichtssaal-Drama, und das Tempo lässt einen kaum zum Atmen kommen.
Im Mittelpunkt steht Eddie Flynn, ein charismatischer New Yorker Anwalt, der nur sieben Tage hat, um einen jungen Mann namens Andy Dubois vor der Todeszelle zu bewahren. Andy – zu Unrecht verurteilt, mitten in einem System, das von Machtspielchen und Korruption durchzogen ist – bekommt in Eddie seinen letzten Hoffnungsschimmer. Gegenüber steht der gnadenlose Staatsanwalt Randal Korn, eine Figur, die man fast schon verabscheuen muss: Er hat mehr Menschen auf den elektrischen Stuhl geschickt als jeder andere und scheut nicht davor zurück, seinem sadistischen Vergnügen bei Hinrichtungen zu frönen. Der Kampf zwischen diesen beiden Männern ist nicht nur ein Schlagabtausch im Gerichtssaal, sondern ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das Unrecht selbst.
Steve Cavanaghs Erzählweise ist schnörkellos, schnörkellos und dabei enorm mitreißend. Er versteht es, die Spannung in seinen Szenen wie eine tickende Uhr wirken zu lassen, die mit jeder Seite lauter tickt. Eddie Flynn ist nicht der typische supermenschliche Held, sondern ein cleverer, ehrlicher Kämpfer mit Ecken und Kanten – genau das macht ihn so zugänglich. Die Gerichtsszenen sind womöglich das Highlight; man spürt die hitzigen Verhandlungen, die Verzweiflung und den Kalkül unmittelbar.
Klar, ab und zu wirkt die Geschichte ein wenig konstruiert, und die Zeiteinheit von sieben Tagen bringt eine gewisse Vorhersehbarkeit ins Spiel. Ein paar Nebencharaktere bleiben flach, und nicht jeder Twist überrascht bis zum Schluss. Aber genau das nimmt man gern in Kauf, wenn das Tempo und die Spannung dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will.
Wer auf packende Thriller mit legalem Hintergrund steht, bei denen Moral und Gerechtigkeit nicht nur Schlagworte bleiben, der sollte bei „Seven Days“ unbedingt zugreifen. Für alle, die gerne mal einen Adrenalinkick im Gerichtssaal erleben möchten, ist dieses Buch volltrefferverdächtig.
4.5 von 5 Sternen – ein intensives Leseerlebnis, das einen mitfiebern lässt und zeigt, wie zerbrechlich Gerechtigkeit sein kann.
Klappentext
Man nennt ihn den König der Todeszellen. Randal Korn hat mehr Menschen auf den elektrischen Stuhl geschickt als jeder andere Staatsanwalt in Amerika. Und er genießt es, bei Hinrichtungen zuzusehen. Sein nächstes Opfer: Andy Dubois, ein junger Afroamerikaner, der wegen des Mordes an einem weißen Mädchen zum Tode verurteilt werden soll. Korn hat bereits alles für einen möglichst kurzen Prozess vorbereitet. Doch er hat nicht mit Eddie Flynn gerechnet. Dem New Yorker Anwalt bleiben sieben Tage, um Andy vor einer korrupten Justiz zu retten und den wahren Täter zu finden. Dann soll das Urteil gesprochen werden. Wird Eddie Flynn bis dahin noch am Leben sein?
Sieben Tage bleiben Eddie Flynn, um das Leben seines Mandanten zu retten. Und sein eigenes ...
"Nach den ersten Seiten hängen Sie rettungslos am Haken. ›Seven Days‹ treibt einem den Schweiß auf die Stirn, und die grandiosen Gerichtsszenen übertreffen sogar John Grisham." The Times