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Der Absturz
Key Facts
Kritik
Manchmal liest man ein Buch und fühlt sich direkt mitten im Geschehen – "Der Absturz" von Will Jordan schafft genau diesen Effekt. Der Black-Hawk-Helikopter stürzt in Afghanistan ab, und mit ihm eine Ladung hochbrisanter Geheimnisse, die die gesamte ISAF-Allianz ins Wanken bringen könnten. Ryan Drake, unser Protagonist mit Ecken und Kanten, wird auf einen eigentlich vermeintlich einfachen Auftrag angesetzt: den Geheimnisträger finden und alles unter Kontrolle bringen. Doch dann mischt sich Maras ins Spiel, eine ehemalige CIA-Agentin mit ihrer ganz eigenen Agenda – und die Spannung schraubt sich rasant nach oben.
Was sofort ins Auge sticht, ist Jordans knackiger Schreibstil: klar, präzise und ganz ohne Schnickschnack. Die Story flitzt vorwärts, bleibt dabei aber nah an den Figuren – vor allem Ryan Drake und Maras sind intelligent und glaubwürdig gezeichnet, haben Tiefe und schwimmen nicht nur als reine Actionfiguren durch die Seiten. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor die politische Brisanz inpackt, ohne dass es zu trocken oder überladen wirkt. Man fühlt sich informiert, aber auch ordentlich unterhalten.
Aber ja, so richtig überraschend oder neu ist die Prämisse nicht. Der eine oder andere Plot-Twist hat man so schon mal gelesen, und manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Nebencharaktere ein bisschen mehr aus dem Schatten der Hauptfiguren treten. Außerdem gibt es Momente, in denen die Action fast schon ein wenig hektisch erscheint – da wäre etwas mehr Luft zum Durchatmen schön gewesen.
Unterm Strich: Wer auf spannende, gut getimte Thriller mit einem politischen Dreh steht und keine Angst vor bekannten Mustern hat, liegt mit "Der Absturz" goldrichtig. Ein Buch, das Spaß macht, schnell zu lesen ist und mit sympathischen Helden punktet.
4 von 5 Sternen – genau das Richtige für einen actiongeladenen Abend auf dem Sofa.