Wenn dir das hier gefiel …
Der Kuss des Meermannes
Key Facts
Kritik
Manchmal erwischt einen ein Buch genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet – so ging es mir bei Der Kuss des Meermannes. Schon die Idee, einem widerspenstigen, sexy Meermann zu folgen, der auf der Flucht vor Gefühlen ist, hatte mich sofort gepackt. Zantu, dieser geheimnisvolle Fischmann mit dem unerschütterlichen Willen, keinen Gefährten zu finden, und Brianna, die Frau mit gebrochenem Herzen und der Sehnsucht nach einem Neuanfang, sind ein ungewöhnliches Paar, das sich auf den ersten Seiten erstaunlich echt anfühlt.
Die Handlung nimmt dich mit auf eine Reise zwischen Ozean und Emotionen: Aus einer Rettungsmission wird eine leidenschaftliche Verbindung, bei der das Übernatürliche nie die menschlichen Dramen und inneren Kämpfe überdeckt. Die Meerfrauen sorgen für ordentlich Wirbel, in jeder Hinsicht, und das „Monster mit Fischschwanz“-Motiv bekommt hier eine überraschend sinnliche und berührende Note. Der Schreibstil von Tamsin Ley ist dabei frisch und locker, ohne in Kitsch abzudriften. Hier und da konnte ich mich sogar über unvorhergesehene Details amüsieren, die das Meer noch lebendiger machten. Die Szenen mit Zantu sind packend und mit genau der richtigen Portion Erotik gewürzt – nichts für zartbesaitete Leser, aber definitiv nicht plump.
Klar, das Buch spielt mit Klischees, und einige Wendungen fühlten sich etwas vorhersehbar an – wer die Genre-Kiste kennt, wird sich darin wohlfühlen, aber auch nicht allzu sehr überraschen lassen. Die Figuren hätten manchmal noch etwas mehr Tiefe vertragen können, vor allem Brianna blieb mir gelegentlich etwas zu verkopft. Trotzdem schleicht sich die Geschichte so leicht in den Kopf, dass man den Schmöker kaum aus der Hand legen mag.
Wenn du also Lust hast auf eine Fantasylovestory mit einem Schuss Gefahr, prickelnder Erotik und Meerjungfrauen, die es faustdick hinter den Flossen haben, dann ist dieses Buch genau dein Ding. Keine hochtrabende Literatur, aber ein unterhaltsamer Tauchgang in eine Welt voller Herzklopfen und Wellenrauschen.
Mein Fazit: Der Kuss des Meermannes ist ein spannendes, emotionales und erotisches Abenteuer für Fans von Meerjungfrauenromanzen, die gerne tief eintauchen – aber nicht zu tief, weil sonst der Herzschmerz zuschlägt.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Bisher ist es Zantu gelungen, einem Gefährten-Bund zu entkommen. Seit fünfunddreißig Jahren versucht er, promiskuitiven Meerfrauen aus dem Weg zu schwimmen. Im Gegensatz zu Meerfrauen gehen Meermänner nämlich einen Bund fürs Leben ein und Zantu weigert sich, den unweigerlichen Herzschmerz zu akzeptieren. Jedenfalls bis ein goldenes Glitzern seine Aufmerksamkeit erregt und sich eine gewöhnliche Rettungsmission in Leidenschaft verwandelt.
Eine Menschenfrau auf der Suche nach einem Grund zu leben.
Nach dem Verlust ihres Babys gibt es für Brianna nur noch einen Ausweg: Sie will sich in die Arme des Meeres stürzen – doch stattdessen landet sie in der Umarmung eines Meermannes! Er ist wild, verführerisch und bringt ihr Blut zum Kochen, wenn er sie berührt. Schon bald braucht sie ihn für mehr als einen einfachen Kuss, der ihr die Gabe zum Atmen unter Wasser gewährt …
In den Tiefen des Ozeans nähern sich die Gefahren von allen Seiten und Zantu muss eine Entscheidung treffen: Will er seine Gefährtin bei sich behalten oder sie lieber in Sicherheit wissen?
Welche Wahl er auch trifft, ein gebrochenes Herz ist vorprogrammiert.
Achtung: Grafische Sexszenen, gefährliche Meerfrauen und Geheimnisse aus der Meerwelt. Garantiertes Happy End ohne Cliffhanger. Nicht für Leser unter 17 Jahren geeignet.