Wenn dir das hier gefiel …
DER VERTRAG DES ALPHA:Eine dunkle, abgewiesene Werwolf-Paranormal-Romanze
Key Facts
Kritik
Manchmal teilt ein Buch einfach nicht die Leidenschaft, die man in eine Geschichte investieren möchte – genau so ging es mir bei „DER VERTRAG DES ALPHA“ von Lincoln Cullen. Die Prämisse klingt verlockend: ein gebrochener Werwolf, eingesperrt und misshandelt, findet in einem kalten Alpha eine unerwartete Verbindung. Da war definitiv das Potenzial für Drama, Spannung und jede Menge Emotion. Leider bleibt das Ganze eher auf der Strecke.
Die Story dreht sich um einen Mann, der jahrelang zerstört wurde, und einen Alpha, der mehr als nur die harte Schale zeigt. Klingt nach einem klassischen, düsteren Paranormal-Romanzen-Tropus, der Fans des Genres definitiv ansprechen soll – aber leider stolpert man schnell über ein holpriges Erzähltempo und eine nicht ganz rund laufende Handlung. Man kommt kaum richtig in den Flow, da die Spannung nicht wirklich aufbaut und das Ganze eher fragmentarisch wirkt.
Die Figuren wirken auf dem Papier interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht packen. Vor allem die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren schleppte sich für meinen Geschmack zäh dahin, es fehlte einfach der Funke, der bei so einer emotional aufgeladenen Geschichte unbedingt nötig wäre. Schreibstiltechnisch bleibt das Buch ebenfalls hinter Erwartungen zurück: Die Übersetzung ist stellenweise wirklich holprig, Satz- und Dialogstrukturen wirken teilweise ungepflegt und abgehackt. Da hätte eine gründlichere Überarbeitung definitiv geholfen, um den Lesefluss zu verbessern.
Ein Punkt, den ich nicht unerwähnt lassen will, sind die sich wiederholenden Textpassagen und uneinheitlichen Anredeformen bei Dialogen – das sorgt zwischendurch richtig für Verwirrung und bricht aus dem Erzählfluss heraus. Solche Kleinigkeiten summieren sich und machen das Lesen leider anstrengender als nötig.
Wer auf abgegriffene Werwolf-Romanzen steht und sich weniger an sprachlichen Stolpersteinen stört, könnte hier noch seinen Spaß finden – aber ich persönlich empfand das Buch als eher enttäuschend. Die Geschichte erscheint unausgegoren, und die Emotionen bleiben oberflächlich. Schade, denn das Thema hätte mehr verdient.
Am Ende bleibe ich bei: nette Ansätze, aber zu viele Schwächen, um richtig zu überzeugen. Für mich keine Leseempfehlung.
1 von 5 Sternen.
Klappentext
Marcus hat alles Gute in mir zerstört. Sechs Jahre Folter. Sechs Jahre, in denen mein Wolf unterdrückt wurde. Sechs Jahre, in denen ich glaubte, ich sei wertlos.
Dann unterschrieb Alpha Tyler Blackwood den Vertrag, der mich zu seinem machte.
Ich dachte, ich würde von einem Käfig in den anderen springen. Tyler galt als kalt, rücksichtslos und gefühllos. Nicht umsonst nannten ihn alle den Eis-Alpha.
Aber wenn er mich ansieht, sehe ich kein Monster. Ich sehe einen Mann, der sein ganzes Leben auf jemanden gewartet hat, den er lieben kann.
Als er mich berührt, regt sich mein gebrochener Wolf zum ersten Mal seit Jahren.
Wenn er verspricht, mich zu beschützen, glaube ich ihm fast.
Fast.
Denn Männer wie Tyler wollen Frauen wie mich nicht wirklich. Und wenn er merkt, dass ich mich nicht verwandeln kann, nicht die Luna sein kann, die sein Rudel braucht, schickt er mich zurück in die Hölle, aus der ich gekommen bin.
Wird er nicht?
Aber Tyler hat andere Pläne …
Er sagt, ich bin nicht kaputt. Er sagt, ich bin perfekt, genau so, wie ich bin. Er sagt, er wird die Welt niederbrennen, bevor er zulässt, dass mir noch einmal jemand wehtut.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich aufhöre, vor der Frau davonzulaufen, die ich werden könnte.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich lerne, was passiert, wenn sich ein eingesperrter Wolf endlich daran erinnert, wie man zurückbeißt.
Manche Verträge sind dazu da, gebrochen zu werden.
Andere sind dazu da, zwei Seelen für immer miteinander zu verbinden.