Wenn dir das hier gefiel …
Das Echo des Herzens
Key Facts
Kritik
Schon der erste Satz zieht dich direkt in ein spannendes, düsteres Setting: Blut, das keiner bemerkt – da spürst du sofort, dass hier mehr brodelt als nur ein Unfall. Brigitte Kaindl und Brenda Leb erzählen in „Das Echo des Herzens“ von zwei Frauen, deren Leben auf überraschende Weise miteinander verknüpft sind. Marie, mit ihren 47 Jahren, kämpft nicht nur mit den Folgen eines Unfalls, sondern auch mit einer Vergangenheit, die sie längst verschlossen glaubte. Lena, 25, steht vor komplett anderen Herausforderungen und ist von Christian Gottlieb, einem jungen Wirtschaftsprüfer, mehr genervt als fasziniert – bis sich das unvermeidliche Blatt wendet.
Die Figuren sind gut gezeichnet: Marie als starke, verletzliche Frau mit einem schweren emotionalen Gepäck, Lena als scharfsinnige junge Frau, die ihre Meinung nicht zurückhält, und Christian, der auf geheimnisvolle Weise ihre Leben durcheinanderwirbelt. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorinnen mit den Perspektiven jonglieren, ohne dass man den Faden verliert – das fühlt sich lebensecht und nah an. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit einem Hauch Spannung, der immer wieder kleine Schocks und Momente zum Nachdenken einstreut.
Klar, manchmal hätte ich mir ein paar Szenen etwas knackiger gewünscht – an ein, zwei Stellen schleichen sich kleine Längen ein. Und der Charakter von Christian bleibt stellenweise etwas undurchsichtig, was aber auch gut zum Geheimnisvollen passt, das sich um ihn spinnt. Wer also auf ein bisschen Nervenkitzel in einer emotional aufgeladenen Geschichte steht, ist hier richtig.
Alles in allem ein mitreißendes Buch, das sich wunderbar zum Eintauchen eignet, wenn man Lust auf intensive Figuren und eine Story mit überraschenden Wendungen hat. Das Echo dieses Herzens hallt noch eine Weile nach – ich vergebe solide 4 von 5 Sternen. Ein sicherer Tipp für Leser:innen, die gern mehr als nur eine typische Liebesgeschichte wollen.