Wenn dir das hier gefiel …
Luna: Urban Fantasy - Nebelreiter 1 (Deutsche Ausgabe)
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Kapitel spürt man den Sog, der einem mitten in eine Welt voller Magie, Chaos und Geheimnisse zieht – und genau das macht „Luna: Urban Fantasy – Nebelreiter 1“ so unwiderstehlich. Stella Fitzsimons gelingt es mühelos, das Gefühl einzufangen, plötzlich völlig unvorbereitet in eine übernatürliche Realität katapultiert zu werden, die dich eigentlich komplett überfordert. Unsere Protagonistin, die Lunar-Hexe wider Willen, ist dabei herrlich nahbar und kein bisschen perfekt – das macht sie sympathisch und gleichzeitig spannend.
Die Handlung dreht sich um das Aufwachsen mit ungeahnten Kräften und einem ziemlich gefährlichen Umfeld, das nicht nur von finsteren Gestaltwandlern, merkwürdigen Unsterblichen und einem ganz speziellen Psycho namens Chaos bevölkert wird, sondern auch von jeder Menge Unsicherheiten. Die Bedrohung steht ständig im Raum: bestehe den Magietest oder du stirbst. Das gibt der Geschichte eine packende, dramatische Note ohne ins Übertriebene abzudriften.
Was mir besonders gefällt, ist Fitzsimons‘ lässiger Schreibstil: Er ist leichtfüßig, humorvoll und gleichzeitig atmosphärisch dicht – da trifft Humor auf Nervenkitzel, und ich musste mehr als einmal schmunzeln oder den Atem anhalten. Charaktere wie Emmet, der „netteste Kerl“ mit Geheimnissen, sorgen für emotionale Tiefe, und die diversen magischen Wesen bringen Schwung und Farbe ins Geschehen.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der Einstieg an manchen Stellen ein bisschen moderner YA-Trotz zwinkert, was nicht jedem schmecken könnte, außerdem hätte ich mir hier und da noch mehr Varianz im Tempo gewünscht. Aber das trübt den Spaß kaum – gerade zu Beginn einer Reihe ist das schnell verziehen.
Für alle, die urbanen Fantasy mit einer starken, unperfekten Heldin, prickelnder Spannung und einem Hauch schwarzem Humor schätzen, ist „Luna“ definitiv ein Volltreffer. Ein Buch, das mit jeder Seite mehr Lust auf die restlichen Nebelreiter-Bände macht.
4 von 5 Sternen – weil „Luna“ einfach Lust auf mehr macht, auch wenn es nicht immer alles ganz rund läuft. Ein klarer Tipp für alle, die das Fantastische gern durch eine urbane, lebendige Brille sehen.