Wenn dir das hier gefiel …
Die Leuchtturmschwester
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht schon der erste Satz, um sich mitten in einem ganz eigenen Kosmos wiederzufinden – und genau so erging es mir mit „Die Leuchtturmschwester“. Lori Kilian entführt uns in die rauen 1920er Jahre auf die Äußeren Hebriden, wo Wind und Meer nicht nur Landschaft, sondern auch Lebensgefühl sind. Eliza, die Krankenschwester, kehrt nach langem Weggang zurück in ihre Heimat, um mit rauer Natur und verschlossenen Menschen klarzukommen. Ihre Geschichte ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine mutige Frage nach Vergebung und Vertrauen.
Die Charaktere sind herrlich vielschichtig: Eliza mit ihrer Stärke, aber auch ihrer Verletzlichkeit wirkt absolut greifbar, und Aidan, der vom Krieg gezeichnete Leuchtturmwärter, bringt mit seiner stillen Präsenz das nötige Drama und Herzklopfen ins Spiel. Lori Kilians Schreibstil ist dabei angenehm flüssig, mit einer Balance aus bildhaften Beschreibungen und lebendigen Dialogen, die nie hölzern wirken. Das raue Setting wird so lebendig, dass man das Meer rauschen und den Wind spüren kann – fast wie ein eigener Hauptdarsteller.
Klar, an der ein oder anderen Stelle hätte die Handlung ein bisschen Tempo vertragen können, und manche Szenen bauen sich etwas zu gemächlich auf. Aber gerade die ruhigeren Passagen geben auch die Zeit, die Figuren wirklich kennenzulernen, ohne dass es langatmig wird. Ein kleiner Wermutstropfen: Wer es gerne knalliger mag, könnte hier zwischendurch auf der Strecke bleiben.
Alles in allem ist „Die Leuchtturmschwester“ ein spannendes, emotionales und atmosphärisches Leseerlebnis, das besonders Fans historischer Romane mit starken Protagonistinnen anspricht. Wer beim Gedanken an stürmische Küsten, menschliche Zerbrechlichkeiten und eine Prise Romantik sofort Lust bekommt – dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
4,5 von 5 Sternen – ein Herzensbuch mit Tiefgang und Meer.
Klappentext
Ein mitreißender historischer Roman über das raue Leben im Schottland der 1920er Jahre – für Leserinnen und Leser von Miriam Georg und Corina Bomann
1923, Schottland: Nach Jahren fern der Heimat kehrt Eliza als Krankenschwester auf die windgepeitschten Äußeren Hebriden Schottlands zurück. Dort soll sie die abgelegen wohnenden Leuchtturmwärterfamilien versorgen – und sie hofft, ihrer Schwester Màiri wieder nahe zu sein. Doch die raue Inselwelt, das Misstrauen der Bewohner und die Erinnerungen an eine Nacht, die ihr Leben für immer veränderte, stellen sie auf die Probe. Dann begegnet sie Aidan, einem Arzt, der sich nach einem Kriegstrauma als Leuchtturmwärter in die Einsamkeit geflüchtet hat. Zwischen Stürmen, gefährlichen Einsätzen und stillen Stunden am Meer muss Eliza lernen, Schuld loszulassen – und entscheiden, ob sie den Mut hat, ihrem Herzen ein zweites Mal zu vertrauen.
Ein absolutes Muss für Fans starker Heldinnen aus der Vergangenheit: mitreißend, mutig und romantischMit einem packenden Setting: Die Äußeren Hebriden Schottlands ziehen die Leserinnen sofort in den BannBeruht auf wahren Begebenheiten: Um anderen Menschen zu helfen, trotzten die ›District Nurses‹ den Naturgewalten der rauen Küste