Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3392: Der Gefangene von Malora
Key Facts
Kritik
Kaum hat man in „Perry Rhodan 3392: Der Gefangene von Malora“ von Susan Schwartz eingetaucht, wird man förmlich durch die Weiten des Kosmos getragen – eine Mischung aus Abenteuer, Geheimnissen und einer Prise Philosophie über das, was „Leben“ überhaupt bedeutet. Man spürt sofort die Faszination, die von diesem riesigen, 4000 Jahre in der Zukunft gelegenen Sternenreich ausgeht, dessen friedliche Vielfalt alle Grenzen sprengt.
Die Geschichte dreht sich um Reginald Bull und seine Crew, die auf der Suche nach einer kosmischen Trasse in eine mysteriöse Welt stoßen, in der von Malora selbst nur noch Legenden und Trassenmacher existieren – lebende Maschinen, uralt und rätselhaft. Gerade diese Begegnung lebt von der beklemmenden Atmosphäre und dem Gefühl, einem unfassbaren Geheimnis auf der Spur zu sein. Bull als charismatischer Anführer bringt eine ruhige Stärke mit, die dem Ganzen Halt gibt, und die Einführung der Portuu als außerirdisches Volk ist geschickt umgesetzt, ohne in Klischees abzurutschen.
Susan Schwartz’ Schreibstil ist angenehm flüssig, ohne langatmig zu werden, was das komplexe Setting einsteigerfreundlich macht. Sie schafft es, den gewaltigen Kosmos nahbar zu machen, ganz ohne den Leser mit technischem Overkill zu erschlagen. Ein dicker Pluspunkt für die Balance zwischen Spannung und Hintergrundwissen. Die Story zieht sich über manche Passagen allerdings ein wenig – ein bisschen mehr Tempo hätte dem Ganzen gut getan, gerade im Mittelteil fühlte ich mich manchmal versucht zum Blättern.
Wer Perry Rhodan und klassische Sci-Fi liebt, wird hier definitiv fündig – besonders, wenn man Lust auf eine Reise in eine faszinierende Zukunft voller Rätsel hat. Für Neueinsteiger könnte das universale Setting etwas überwältigend sein, aber mit Neugier ist man schnell drin. Einzig für Leser, die Drama oder sehr schnelle Action erwarten, könnte das Tempo zu gemäßigt sein.
Insgesamt ein packender, gut erzählter Science-Fiction-Roman, der den Geist der langlebigen Serie modern und spannend weiterträgt – ideal für alle, die gerne in fremde Welten eintauchen und dabei auch mal innehalten, um zu staunen.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Kurierschiffe des Typs PHOENIX werden künftig die Sterneninseln miteinander verbinden.
Der ursprüngliche PHOENIX ist derzeit unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs und in den Tiefen des Kosmos auf eine kosmische Trasse gestoßen. Eines der geheimnisvollsten Völker, denen er dabei begegnet, sind die Portuu. Sie leben entlang der Trasse, entstammen aber einer ganz bestimmten Galaxis: Malora.
Malora ist tot, dort existiert kein lebendes Wesen mehr. Seit Jahrtausenden gibt es dort nur noch die sogenannten Trassenmacher.
Reginald Bull will die Trassenmacher ausschalten, rechnet aber nicht mit einem anderen Gegenspieler: Dieser ist DER GEFANGENE VON MALORA …