Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3390: Die Stunde der Deponentin
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Die Stunde der Deponentin“ aufgeschlagen, taucht man mit einem Schlag in eine Zukunft ein, die gleichermaßen vertraut und fremd wirkt. Leo Lukas nimmt uns mit auf eine Reise, die mehr als nur Science-Fiction ist – sie ist ein Geflecht aus Visionen, Intrigen und dem unaufhörlichen Drang, Grenzen zu überschreiten.
Im Zentrum stehen nicht allein die gewohnten Helden Perry Rhodan und Reginald Bull, sondern auch das faszinierende Projekt PHOENIX, das den Sprung in neue Galaxien ermöglichen soll. Die Begegnung mit den rätselhaften Trassenmachern auf Malora sowie die unterschwellige Bedrohung durch die Legaten geben der Story ordentlich Pfiff. Besonders spannend fand ich, wie die Thematik der Superintelligenz ES und die Bewusstseinslagerung auf der Erde einen komplexen, ethischen Unterton setzen, der über bloße Weltraumabenteuer hinausgeht. Die Charaktere sind dabei gut gezeichnet, authentisch und bringen trotz der gigantischen kosmischen Kulisse menschliche Tiefe ins Spiel. Bull und sein Team glänzen mit Charme und Mut, selbst in aussichtslos erscheinenden Lagen.
Der Schreibstil von Leo Lukas ist angenehm flüssig, kurzweilig und voller klarer Bilder, was den manchmal recht wissenschaftlichen Background locker und verständlich vermittelt. Man fühlt sich nie verloren, sondern gut begleitet durch das dicke Wimmeln aus Technologie, Politik und fremden Welten. Ein bisschen mehr Tempo hätte manchen Passagen gut getan – hin und wieder zog sich die Handlung gefühlt etwas in die Länge, ohne den Spaß zu schmälern, aber gerade für Neueinsteiger könnte das kleine Stolpersteine bereiten.
Wer also Lust auf klassische Space-Opera mit einer Portion Philosophie, Verwicklungen und einer galaktischen Welt voller Freundschaft und Feindschaft hat, ist hier genau richtig. Fans der Perry-Rhodan-Reihe kommen voll auf ihre Kosten, aber auch Neulinge, die sich auf eine komplexe, aber zugängliche Zukunftsvision einlassen wollen, finden einen spannenden Einstieg.
Insgesamt ein durchdachtes und atmosphärisches Sci-Fi-Abenteuer, das zeigt, dass auch nach tausenden Jahren im All noch viel zu entdecken bleibt.
4 von 5 Sternen – spannend, vielschichtig und mit ordentlich Raum zum Träumen und Nachdenken.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Kurierschiffe des Typs PHOENIX werden künftig die Sterneninseln miteinander verbinden.
Der eigentliche PHOENIX selbst ist unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Mittlerweile haben Bull und sein Team die ferne Galaxis Malora erreicht und sind dort auf die gefährlichen Trassenmacher gestoßen.
In der Milchstraße und in den anderen Galaxien der Lokalen Gruppe entsteht derzeit das Elysion, ein friedlicher Bund der Sternenvölker. Gegen ihn stehen geheimnisvolle Feinde, die man nur als die Legaten kennt – sie scheinen aus Andromeda heraus zu operieren.
Im Solsystem ringt derzeit die Menschheit damit, dass die Superintelligenz ES die einzelnen Terraner als »Zwischenlager« für Bewusstseine benutzt. Während die Feinde der Superintelligenz ihre Pläne vorantreiben, schlägt DIE STUNDE DER DEPONENTIN …