Wenn dir das hier gefiel …
Die Klippe - Ort ohne Wiederkehr
Key Facts
Kritik
Kaum legt man „Die Klippe – Ort ohne Wiederkehr“ zur Seite, bleibt ein seltsames Kribbeln in der Magengrube – als hätte man gerade einen kalten Windstoß aus der kalten Küste Cornwalls mitgenommen. Genau diese düstere, unheimliche Atmosphäre ist es, die S. K. Tremayne hier meisterhaft entfacht: Eine forensische Psychologin, Karenza Bray, die zwischen Wissenschaft und unheimlichen Erfahrungen hin- und hergerissen ist, ein rätselhafter Mord an einer Mutter und zwei Kinder, die sich gegenseitig belasten – mehr will ich nicht verraten, weil die Spannung sonst ihren Zauber verlieren würde.
Karenza ist eine super spannende Figur: eine taffe, kluge Frau, die aber alles andere als unfehlbar ist – gerade das macht sie so nahbar. Ich fand es großartig, wie Tremayne ihre Gedankenwelt, ihre Widersprüche und ihren Schwarzweiß-Blick auf die Wirklichkeit zeichnet. Dass sie bei Solomon einem Jungen begegnet, der von Geistern spricht, war für mich ein perfekter Twist, der den Thriller vor dem typischen Krimi-Einerlei bewahrt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit genau der richtigen Dosierung an Spannung und Grusel. Keine ellenlangen Beschreibungen, sondern unmittelbar und packend.
Klar, bei den Geistergeschichten habe ich mich kurz gefragt, wie viel Gothic-Trubel ich noch brauche – da hätte es für mich stellenweise ein bisschen weniger Mystery sein dürfen. Trotzdem hat das Buch es ordentlich geschafft, mich bis zur letzten Seite zu fesseln, weil hier nicht nur auf Horror gesetzt wird, sondern wirklich klug aufgebaut wird, was Wahnsinn, Verlust und Schuldgefühle mit Menschen machen. Ein Psychothriller, der Herz und Hirn beschäftigt.
Wer also auf düstere, atmosphärische Thriller mit komplexen Figuren und einem Hauch übernatürlichen Grusels steht, ist hier genau richtig. Für alle, die ganz klare, rational erklärbare Krimis bevorzugen, könnte die Mischung ein bisschen zu viel des Guten sein. Mir persönlich hat die Kombination sehr gut gefallen.
Fazit: Ein atmosphärisch dicker Psychothriller mit sympathischer Protagonistin und kräftiger Gänsehautgarantie. Perfekt für alle, die beim Lesen gern mal mit dem Kopf nicken und gleichzeitig den kleinen Schauer auf der Haut spüren wollen.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Die raue Küste Cornwalls, zwei unheimliche Kinder und eine Tote auf den Klippen
Mit dem Psychothriller »Die Klippe – Ort ohne Wiederkehr« startet Bestseller-Autor S. K. Tremayne eine hoch atmosphärische Thriller-Serie mit Grusel-Elementen.
Chamäleon Otto hilft ihr bei Entscheidungen und ihre Oma ist ihr Tor zur Welt: Die forensische Psychologin Karenza Bray lebt zurückgezogen an der einsamen Küste Cornwalls, seit ihre kleine Tochter auf tragische Weise ums Leben kam.
Als ihr Ex-Mann, Staatsanwalt in Truro, sie um Unterstützung bei einem Fall bittet, will Karenza erst ablehnen. Doch es geht um traumatisierte Kinder, die ihre Hilfe brauchen. Die Mutter der beiden wurde tot an der Steilküste gefunden – jetzt beschuldigen sich der fünfjährige Solomon und die zehnjährige Grace gegenseitig des Mordes.
Bald zieht der rätselhafte Fall Karenza immer tiefer in seinen Bann. Im prächtigen Gutshaus der Familie haben die Schatten Geheimnisse, Solomon spricht mit Geistern und Grace führt eindeutig irgendetwas im Schilde. Karenza vertraut fest auf die Wissenschaft. Ein haunted house, nicht euer Ernst?! Doch dann sieht und hört sie Dinge, die nicht da sein können …
Nervenkitzel pur: eine liebenswert-nerdige Psychologin, malerisch-wilde Natur und (scheinbar?) unerklärliche Ereignisse machen den Thriller zum Pageturner
Bestseller-Autor S. K. Tremayne weiß, wie man Gänsehaut erzeugt: Seine unheimlichen Psychothriller begeistern Fans von Gothic-Thrillern und die Leser*innen von Claire Douglas oder Lucy Clarke.
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