Wenn dir das hier gefiel …
Der Prätorianer
Key Facts
Kritik
Es gibt diese besonderen Krimis, die einen sofort packen, und „Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave gehört definitiv dazu – Kopenhagen als frostige Kulisse, ein Killer mit einem Faible für antike Rituale und eine Ermittlerin, die mehr zu verlieren hat, als ihr lieb ist. Die Mischung aus eisiger Atmosphäre und brutaler Mordserie zieht einen sofort in den Bann.
Im Zentrum stehen Sara Levin und ihr Partner Janus West, deren Jagd auf einen Serienmörder mit Kulttendenzen alles andere als gewöhnlich ist. Besonders spannend wird’s, als Saras familiäre Vergangenheit ins Spiel kommt – ihr Bruder Adam als Profiler und der belastete Familienname Levin bringen eine zusätzliche emotionale Tiefe ins Geschehen. Das Ganze ist nicht nur ein Thriller mit Spannung, sondern auch ein Drama, das das Verhältnis zwischen Geschwistern und die Schatten der Vergangenheit beleuchtet.
Bukkehaves Schreibstil ist kraftvoll und präzise, ohne sich in überflüssigem Schnickschnack zu verlieren. Die Darstellung der Charaktere fühlt sich authentisch an, besonders Sara hat diesen Mix aus verletzlicher Stärke und Entschlossenheit, der sofort sympathisch macht. Die Beschreibungen von Kopenhagen im Winter sind so lebendig, dass man fast die Kälte auf der Haut spürt. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Passagen schleifen sich an mancher Stelle ein wenig, wodurch der Erzählfluss kurzzeitig ins Stocken gerät.
Für Fans von psychologisch intensiven Thrillern mit einer Prise Familiendrama ist „Der Prätorianer“ eine klare Empfehlung. Wer auf dunkle, atmosphärisch dichte Geschichten steht, wird hier nicht enttäuscht. Der Mix aus mysteriöser Mordserie und emotionaler Tiefe macht den Auftakt einer neuen Krimireihe richtig spannend.
Alles in allem gibt’s von mir solide 4 von 5 Sternen – ein starker Thriller, der neugierig auf mehr macht. Genau das richtige Buch, wenn ihr mal wieder Lust auf Spannung mit Herz und Hirn habt.
Klappentext
Der erste Fall für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West – die Bestseller-Sensation aus Dänemark!
Schnee und eisige Kälte haben sich über die Stadt gelegt, als Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einem schaurigen Tatort gerufen werden. Ein junger Mann wurde ermordet aufgefunden und seine Leiche auf besondere Weise inszeniert: Im Schein hunderter Kerzen sind die Augen des Opfers mit antiken Goldmünzen bedeckt und lateinische Inschriften in seine Haut geritzt, während eine feine Schicht Eiskristalle den Körper bedeckt. Diese bizarre Entdeckung entpuppt sich als der erste einer Reihe brutaler Ritualmorde.
Dieser Killer hat seinen Opfern ein ganz besonderes Schicksal zugedacht …
Auf der Jagd nach einem offenbar von der Antike besessenen Killer kontaktieren die beiden Ermittler Saras Bruder Adam, einen auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler. Einst standen sich die Geschwister nahe, doch seit der Verurteilung ihres Vaters Christian Levin wegen Mordes haben sie sich entfremdet. Als sich herausstellt, dass die beiden Goldmünzen ausgerechnet Christian Levin zu gehören scheinen, droht der Fall zu Saras persönlicher Zerreißprobe zu werden.
Zwischen Licht und Dunkelheit lauert das Böse
Um die Ermittlungen voranzutreiben, muss Sara tief in die düstere Vergangenheit ihrer Familie eintauchen und sich schließlich ihren dunkelsten Dämonen stellen.