Wenn dir das hier gefiel …
Dampfmoser und das ewige Leben: Alpenkrimi: Kommissar Dampfmoser ermittelt 18
Key Facts
Kritik
Es gibt Bücher, die einen sofort packen – und „Dampfmoser und das ewige Leben“ gehört genau dazu. Der Einstieg ist ein echter Augenöffner: Ein Toter, der auf einem Berggipfel kniet und zugleich bei zwanzig Grad steif gefroren ist – ja, das lässt einen nicht so leicht los. Robert Gruber zieht dich mit dieser unmöglichen Todesart direkt in eine Welt, in der Wissenschaft, Geheimnisse und menschliche Abgründe miteinander kollidieren.
Kommissar Dampfmoser ermittelt hier in einer Mischung aus bodenständigem Alpen-Charme und moderner, fast schon futuristischer Spannung. Was mir besonders gefallen hat, ist die Figur Dampfmoser selbst: kein Superheld, sondern ein altmodischer Ermittler, der trotzdem nicht zurücksteckt, wenn es um das Verstehen von Rätseln geht, die eigentlich nicht zu lösen sein sollten. Sein Umgang mit den arroganten Ärzten und wohlhabenden Klienten des „Elysium“-Retreats bringt eine knackige Dynamik ins Spiel, die den Krimi lebendig und trotz aller Komplexität gut zugänglich macht.
Der Stil ist locker-leicht, fast so, als würde man bei einer Tasse Kaffee einem Freund spannende Geschichten erzählen – dabei verliert Gruber nie den professionellen Ton. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, der Plot ließe sich an manchen Stellen ein wenig entzerren; manche Wendungen wirken etwas gehetzt und hätten sicher mehr Raum vertragen, um noch intensiver zu wirken.
Wer auf Alpenkrimis steht, die neben Spannung auch mit einer Portion Gesellschaftskritik und einem Hauch Mystery punkten, ist hier definitiv richtig aufgehoben. „Dampfmoser und das ewige Leben“ ist kein schnödes Rätselraten, sondern eine Geschichte, die im Kopf nachhallt und Fragen stellt, die man so schnell nicht vergisst.
Kurz & knapp: Für Fans von alpinem Flair, ungewöhnlichen Todesfällen und bodenständigen Ermittlern ein echter Volltreffer – ohne alles zu verbiegen. Von mir gibt es solide 4 von 5 Sternen.