Wenn dir das hier gefiel …
Ein Druide und ein Wodka
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es genau so eine Geschichte: frech, unkonventionell und mit einem Hauch Magie, die dich mitten ins Geschehen katapultiert. „Ein Druide und ein Wodka“ von Annette Marie hat genau diesen Spirit – eine Mischung aus schwarzem Humor, Spannung und einem Gefühl, das einen nicht mehr loslässt.
Die Handlung dreht sich um eine Barkeeperin, die alles andere als brav ist. Sie schummelt bei Prüfungen, lebt nach ihren eigenen Regeln und umgibt sich mit einer Truppe ziemlich heißer Freunde. Doch dann steht da dieser dunkle Druide – kein Held, sondern ein gesuchter Schwarzmagier mit einer ziemlich düsteren Agenda. Die Geschichte wirft ständig die Frage in den Raum: Wer ist eigentlich der Gute? Und was, wenn sich die Grenzen zwischen Freund und Feind komplett verschieben?
Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Hauptfiguren: lebendig, Ecken und Kanten inklusive, die so herrlich menschlich wirken, dass man fast das Gefühl hat, mit ihnen an der Bar zu sitzen. Annette Maries Schreibstil ist locker und spritzig, mit einem zugänglichen Ton, der das Lesen zum Vergnügen macht und trotzdem eine ordentliche Portion Tiefe liefert. Man merkt, dass da jemand mit ganz viel Herzblut und einer ordentlichen Portion Selbstironie am Werk war.
Kritisch betrachtet: An manchen Stellen fühlte sich das Tempo etwas holprig an, als hätte die Geschichte Luft geholt, um dann wieder voll durchzustarten. Außerdem hätte ich mir teils noch mehr Einblick in die Magie und die Welt drumherum gewünscht – da steckt nämlich richtig Potenzial.
Unterm Strich ist „Ein Druide und ein Wodka“ ein kurzweiliger Ritt für alle, die auf spannende Charaktere, eine Prise Magie und schräge Alltagsmomente stehen. Wer sich auf eine Mischung aus Fantasy, schwarzem Humor und einer ziemlich diversen Gang einlassen mag, sollte hier unbedingt reinschauen.
** von 5 Sternen – weil es genau die richtige Balance aus Spaß und Spannung trifft und einfach Lust macht, mehr zu entdecken.
Klappentext
Doch all das macht mich nicht wirklich böse. Bei einem gewissen dunklen Druiden/gesuchten Kriminellen/widerwilligen Freund sieht das schon anders aus. Er ist ein Schwarzmagier, ein Entführer, ein Mörder. Und er steht kurz davor, sich mit einem Blutbad an seiner Erzfeindin zu rächen – wenn ich ihn nicht aufhalte.
Doch wer ist gut und wer ist böse, und was, wenn ich mich am Ende für die falsche Seite entscheide?