Wenn dir das hier gefiel …
Er lügt
Key Facts
Kritik
Direkt an der glitzernden Küste der Amalfiküste taucht man in „Er lügt“ ein – und genau wie der salzige Wind umweht einen die Geschichte, die sich hinter der scheinbar perfekten Fassade verbirgt. Clara ist frisch verheiratet, ihr Mann Spencer charmant und wohlhabend, und der Roadtrip im zitronengelben Cabrio verspricht pure Romantik. Doch so schön die Kulisse auch ist, spürt man von Anfang an eine unterschwellige Spannung, die das Bild langsam verzieht – und ein mysteriöser Zettel steigert die Beklemmung nur noch.
Rebecca Taylor McKay serviert hier keinen typischen Sommerroman, sondern einen psychologischen Thriller, der ganz geschickt mit Andeutungen und Geheimnissen spielt. Die Figuren sind facettenreich: Clara wirkt zunächst etwas zurückhaltend, gewinnt aber nach und nach Tiefe und Dreidimensionalität; Spencer ist wandelbar zwischen charmantem Ehemann und rätselhaftem Mann voller Schatten. Dazu gesellen sich Vivian und Fred, deren Chemie und Geheimnisse das Geflecht noch gesprächiger machen. Besonders cool finde ich, wie die Autorin diesen luxuriösen und sonnendurchfluteten Urlaubsort als Gegenspieler zur düsteren Stimmung nutzt – das steigert die Spannung auf eine fast schon fesselnde Weise.
Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, hält die Seiten in Bewegung und sorgt für einen richtig guten Lesefluss – genau das Richtige für einen „Summer Beach Read“. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Tiefgang bei den Figuren gewünscht oder ein paar unvorhergesehene Wendungen, die das Setting nicht nur nett, sondern richtig packend gemacht hätten. Außerdem bleibt das Ende etwas offen – was gut für Gespräche nach dem Lesen ist, aber manchen auch ein bisschen unbefriedigend zurücklassen könnte.
Alles in allem ist „Er lügt“ ein solides Buch für alle, die Lust auf eine Mischung aus Urlaubssonne, psychologischem Spiel und einem Hauch von Thriller haben – ohne zu komplex oder düster zu werden. Wer auf spannende Sommerlektüre mit einem Schuss Mysterium steht, ist hier gut aufgehoben. Für mich fühlt sich das Buch an wie ein erfrischender Sprung ins Wasser – nicht ganz eiskalt, aber definitiv belebend.
★★★☆☆
Klappentext
Die neue sensationelle Stimme in der internationalen psychologischen Spannung ist ein Summer Beach Read der Extraklasse. Unter der gleißenden Sonne des Trendsettings Amalfiküste liegen Luxus, Eskapismus und Slow-Burn-Lesethrill tödlich nah beieinander.
August 1961: Clara Carmichael ist glücklich. Sicher lenkt ihr Mann Spencer das zitronengelbe Cabrio auf der berühmten Küstenstraße nach Positano. Nur eine niedrige Mauer trennt sie vom hunderte Meter tiefer liegenden türkisblauen Meer. Eine aufregende Kulisse für die Flitterwochen an der Amalfiküste. Spencer ist reich, charmant und sorgt sich rührend um seine zweiundzwanzigjährige Frau. Schon bald nach ihrer Ankunft im Palazzo Rosso mit dem spektakulären Blick bemerkt die zurückhaltende Clara jedoch, dass ihr Mann angespannt ist. Und warum spricht er Italienisch? Die Fragen werden zu ernsthaften Zweifeln, als ihr jemand einen Zettel zukommen lässt: «Er lügt». Aber nicht nur Spencer scheint hinter der perfekten Fassade etwas zu verbergen. Die beiden Eheleute lernen die selbstbewusste Vivian und den lebenslustigen Fred kennen, die ein Paar sind. Was verschweigen die neuen Freunde? Und was Clara?
Unter der gleißend hellen Sonne der Urlaubsidylle brodeln dunkle Geheimnisse – so dunkel wie Tod. Clara ahnt: Dieser Sommer ist der Sommer der Wahrheit.
Ein Muss für alle Fans von Bad Summer People und Freida McFadden, White Lotus und Ripley.