Wenn dir das hier gefiel …
Der Polizist
Key Facts
Kritik
Kaum angefangen zu lesen, zieht einen John Grisham sofort mitten hinein in die staubige und spannungsgeladene Atmosphäre von Clanton, Mississippi. „Der Polizist“ erzählt die Geschichte von Jake Brigance, einem Anwalt, der diesmal keinen einfachen Fall am Tisch hat: Sein junger Mandant Drew Gamble soll einen örtlichen Deputy getötet haben – ein Fall, der die kleine Gemeinde spaltet und laute Rufe nach Gerechtigkeit und Todesstrafe laut werden lässt.
Was ich an diesem Roman besonders mochte, ist die Art, wie Grisham es schafft, einen vermeintlich klaren Fall voller Grauzonen zu inszenieren. Jake Brigance ist dabei nicht nur ein cleverer Verteidiger, sondern auch ein glaubwürdiger Charakter, der mit allen Mitteln kämpft – und genau das macht ihn nahbar und sympathisch. Der Schreibstil ist gewohnt problemlos und flüssig, man fliegt quasi durch die Seiten, ohne dass die Geschichte an Tiefe verliert. Es gibt genug Spannung, aber ohne übertriebene Dramatik, was mir sehr gefallen hat.
Klar, Grishams Stories folgen oft einem ähnlichen Muster und manchmal hätte ich mir etwas mehr Überraschungen gewünscht – aber dafür punktet „Der Polizist“ mit starken Figuren und einem Fall, der wirklich unter die Haut geht. Ab und zu hätte der Fokus auf Hintergründe noch etwas tiefer gehen können, aber für einen spannenden Thriller ist das absolut okay.
Wer Lust auf einen packenden Justiz-Thriller hat, der nicht nur auf Action setzt, sondern den Kampf um Gerechtigkeit auch menschlich und emotional erzählt, macht mit diesem Buch nichts falsch. Vier Sterne für eine kurzweilige, spannende Lektüre, die mich bestens unterhalten hat.