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Perry Rhodan 3389: Der letzte Mentalstabile
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Perry Rhodan 3389: Der letzte Mentalstabile“ aufgeschlagen, fühlt man sich mitten in einem gigantischen, faszinierenden Universum – und das auf eine ziemlich spannende Art. Leo Lukas entführt uns in eine Zukunft, in der die Menschheit nicht nur die Milchstraße, sondern auch benachbarte Galaxien erkundet und friedlich mit außerirdischen Völkern zusammenlebt. Klingt fast utopisch, oder? Doch hinter der glatten Oberfläche brodelt es gewaltig.
Im Mittelpunkt steht Reginald Bull mit seinem Team auf dem PHOENIX, die sich auf eine riskante Mission in der fernen Galaxis Malora begeben. Währenddessen kämpft die Menschheit auf der Erde mit der Kontrolle einer Superintelligenz namens ES – und ausgerechnet der „letzte mentalstabile“ Mensch könnte der Schlüssel zu allem sein. Die Geschichte bringt intensive Weltraumabenteuer, politische Intrigen und mysteriöse Feinde namens Legaten zusammen, die subtil, aber spürbar die Atmosphäre verdichten.
Was mir besonders gefallen hat, ist Lukas’ Fähigkeit, die komplexe Handlung trotz der Fülle an Infos klar und flüssig zu erzählen. Der Erzählstil ist frisch und leicht zugänglich, ohne dabei oberflächlich zu werden. Die Charaktere, vor allem Bull, wirken authentisch und sympathisch, was dem epischen Setting viel Nähe verleiht. Die Vision eines friedlichen Sternenbundes mit allem Drum und Dran ist ein toller Kontrast zu den düsteren Bedrohungen, die sich im Hintergrund auftun. Das gibt dem Buch diesen gewissen „Mehrwert“ – es ist nicht nur Science-Fiction-Klassik, sondern auch eine Reise in ethische Fragen und menschliche Grenzen.
Kritisch anmerken würde ich, dass die vielen Namen und Fraktionen anfangs etwas überwältigend sein können – hier braucht man ein bisschen Geduld, um sich zurechtzufinden. Außerdem bleibt der Erzählton manchmal überraschend sachlich, wo ich mir an bestimmten Stellen etwas mehr emotionale Tiefe oder Spannung gewünscht hätte. Aber das sind Meckereien auf hohem Niveau.
Kurzum: Wer Lust auf eine „Perry Rhodan“-Folge hat, die bestens unterhält, den Kosmos in all seiner Vielfalt zeigt und dabei spannend-politische Rätsel aufwirft, macht mit diesem Band absolut nichts verkehrt. Für Neueinsteiger ist es dank Lukas’ lockerer Erzählweise durchaus empfehlenswert, ein paar Grundkenntnisse der Serie wären aber hilfreich.
4 von 5 Sternen – ein solides Science-Fiction-Abenteuer mit viel Herz und Verstand, das in der Zukunft genau die richtigen Fragen stellt.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Kurierschiffe des Typs PHOENIX werden künftig die Sterneninseln miteinander verbinden.
Der eigentliche PHOENIX selbst ist unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Mittlerweile haben Bull und sein Team die ferne Galaxis Malora erreicht und sind dort auf die gefährlichen Trassenmacher gestoßen.
In der Milchstraße und in den anderen Galaxien der Lokalen Gruppe entsteht derzeit das Elysion, ein friedlicher Bund der Sternenvölker. Gegen ihn stehen aber geheimnisvolle Feinde, die man nur als die Legaten kennt – sie scheinen aus Andromeda heraus zu operieren.
Im Solsystem ringt zurzeit die Menschheit damit, dass die Superintelligenz ES die Erdenbewohner gewissermaßen als ein Zwischenlager benutzt. Hoffnung verheißt womöglich DER LETZTE MENTALSTABILE …