Wenn dir das hier gefiel …
Fühlt sich nach Leben an
Key Facts
Kritik
Wer schon einmal das Gefühl hatte, das Leben könne unerwartet aus den Fugen geraten, findet in Max Baudrexl genau den richtigen Begleiter – jedenfalls auf 2700 Kilometern norwegischer Weite. Nach dem schweren Gleitschirmunfall seiner Frau entschließt sich Baudrexl, die Länge Norwegens zu Fuß zu durchqueren – ein Schritt voll purer Emotionalität und geprägt von einer ordentlichen Portion Mut.
Die Geschichte ist kein klassischer Wanderbericht, sondern viel mehr ein Spiegelbild innerer Kämpfe und persönlicher Freiheit. Max beschreibt mit einer Leichtigkeit, die fast ein bisschen täuscht, die atemberaubenden Polarlichter, die Stille der einsamen Zeltplätze und die Herausforderungen jeder einzelnen Etappe. Dabei sind die Nächte ohne Netzempfang und die Begegnungen mit Mückenplagen ebenso präsent wie prägende Momente der Selbstreflexion. Die Figuren – vor allem Max selbst – wirken authentisch und nahbar, was das Lesen zu einem sehr persönlichen Erlebnis macht.
Baudrexl schreibt gerade so, dass man sich auf der Wanderung fühlt, als wäre man selbst dabei: mal humorvoll, mal ehrlich, immer erfrischend ungekünstelt. Trotzdem hätte ich mir hin und wieder ein wenig mehr Tiefe zu den inneren Prozessen gewünscht – manchmal schweift die Schilderung ein wenig zu sehr in die reine Naturbeschreibung ab, obwohl gerade das emotionale Gerüst das Herzstück hätte sein können.
Ob du Outdoor-Fan bist oder einfach eine Geschichte suchst, die von Freiheit und Lebensmut erzählt, „Fühlt sich nach Leben an“ ist definitiv ein gutes Stück Literatur für die Seele. Ein Buch, das Mut macht, dem eigenen Kompass zu folgen – und das Leben in all seinen Facetten zu spüren.
4 von 5 Sternen. Ein packender, ehrlicher und bodenständiger Begleiter für alle, die Lust auf echte Abenteuer zwischen Mensch und Natur haben.
Klappentext
Zu Fuß durch das längste Land Europas
Der schwere Gleitschirmunfall seiner Frau rüttelt Max Baudrexl wach – das Leben könnte morgen bereits vorbei sein. Während seine Frau sich in der Reha auf ihre Genesung konzentriert, fasst er daher einen Entschluss: Norwegen der Länge nach zu durchwandern.
Packend, emotional und humorvoll
Mitreißend und entwaffnend ehrlich berichtet Max von der Magie des skandinavischen Herbsts, von einsamen Nächten im Zelt und der Freiheit, mal nicht erreichbar zu sein. Aber auch von tagelangem Regen, gigantischen Mückenplagen und dem Gedanken, einfach alles abzubrechen. Ein inspirierendes Plädoyer, endlich seinem inneren Kompass zu folgen.
Norwegens Landschaften hautnah erleben: Ein Buch für alle Skandinavien- und Outdoorfans – und für die Seele.