Wenn dir das hier gefiel …
Der 13. Hüter
Key Facts
Kritik
Schon beim Aufschlagen von „Der 13. Hüter“ hat mich das Gefühl gepackt, mitten in einem turbulenten Abenteuer zu stecken – als wäre ich direkt neben Sharyn Karr, während sie plötzlich in ein Netz aus Geheimnissen, uralten Rätseln und mächtigen Geheimbünden gezogen wird. Die Story trifft dabei genau den Nerv aller, die es lieben, wenn Historie mit moderner Spannung vermischt wird und man nicht weiß, wem man überhaupt trauen kann.
Im Kern geht es um die Studentin Sharyn, die nach dem mysteriösen Tod ihres Professors plötzlich ein versiegeltes Buch und eine rätselhafte Visitenkarte in den Händen hält. Von da an rast sie durch eine Jagd nach einem Schatz, die nicht nur durch uralte Legenden führt, sondern auch durch die Schatten des Vatikans und gefährliche Intrigen. Rollins schafft es, in einer superflüssigen Erzählweise die Spannung Stück für Stück zu steigern, ohne dass man das Gefühl hat, überfordert zu werden – perfekt für alle, die Thrill wollen, aber keinen seitenlangen Exkurs in Fachchinesisch.
Sharyn ist dabei eine sympathische Protagonistin: bodenständig, clever und kein eindimensionaler Actionheld. Das macht sie nahbar und gibt dem Buch ein bisschen mehr Tiefe, ohne dass die Jagd nach dem großen Schatz zu trocken wird. Der Dialog mit der mysteriösen Stimme am Telefon hat mich zwischendurch sogar ein bisschen grinsen lassen, weil es genau diese kleinen, unverhofften Momente sind, die „Der 13. Hüter“ dann doch von der Masse abheben.
Klar, so manches Plot-Element kann man schon fast als Klassiker bezeichnen – man merkt, dass Rollins genau weiß, was funktioniert und setzt auf bewährte Zutaten. Das ist manchmal ein bisschen vorhersehbar, und ein paar mehr überraschende Wendungen hätten nicht geschadet. Auch die Figurenzeichnung könnte hier und da noch etwas mehr Profil vertragen, aber hey, dafür ist der Spaß am Lesen so flott und easy, dass man gerne mal über das ein oder andere Stolpern hinwegschaut.
Für alle, die Lust auf eine spannende Mischung aus Historie, Thriller und moderner Abenteuerstory haben und sich gern mit auf Schatzsuche nehmen lassen wollen, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung. Ideal für die abendliche Lektüre mit Popcorn und keiner Angst vor ein bisschen Nervenkitzel.
4 von 5 Sternen – ein kurzweiliger Pageturner, der überzeugt, auch wenn er sich an bekannten Pfaden bewegt. Absolute Leseempfehlung für Fans von Geist und Geheimnis mit kräftiger Portion Tempo.
Klappentext
Die Studentin Sharyn Karr erhält von ihrem Professor ein altes, versiegeltes Buch und eine Visitenkarte. Noch am selben Abend kommt der ältere Mann bei einem Brand in der Bibliothek um. War es ein Unfall? Aber wer würde für den Besitz des Buches über Leichen gehen? Und wie sind die Gesandten des Vatikans in die Angelegenheit verwickelt? Die Telefonnummer auf der Visitenkarte scheint die letzte Rettung zu sein. Die Stimme am anderen Ende der Leitung verspricht Sharyn Schutz, wenn sie den Tower von London erreichen kann. Doch das ist nur der Beginn der Suche nach dem größten Schatz der Menschheit!
James Rollins ist neben diesem in sich abgeschlossenen Roman auch der Autor der SPIEGEL-Bestsellerserie "Sigma Force". Verpassen Sie nicht die spektakulären Einsätze der coolsten Agenten der Welt, zum Beispiel "Feuerring" oder "Sandsturm".